Schluss mit der CO2 - Lüge
Die meisten Landmassen liegen auf der Nordhalbkugel und insbesondere liegen hier die Emittenten, die Wirtschaftsmächte. Das Alfred Wegener Institut hat hier eine sehr interessante Meldung herausgegeben:
Einfluss des Klimas der Nordhalbkugel auf die Antarktis überschätzt
02. März 2011, 19:05
Bohrkerne zeigen: Lokale Faktoren für langfristige Zyklen bedeutsamer als gedacht
Bremerhaven/London - Der Wechsel von Warm- und Kaltzeiten auf der Nordhalbkugel hat die Antarktis und insbesondere die dortige Eismenge möglicherweise weniger beeinflusst als gedacht. Langfristige Temperaturschwankungen in der Antarktis könnten auch durch lokale Klimaveränderungen auf der Südhalbkugel ausgelöst worden sein, schreiben drei Forscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) im britischen Fachjournal "Nature" nach der Analyse von Eisbohrkernen.
Bei ihrer neuen Beurteilung betrachteten die drei Wissenschafter erstmals den besonders starken Einfluss der Wintertemperaturen auf das Klimageschehen in der Antarktis. Dieser ist deutlich größer als jener der Sommertemperaturen in der Region. "Im Ergebnis ist zu sehen, dass dieser Einfluss genauso als Ursache angesehen werden kann wie der bis jetzt vermutete Zusammenhang zwischen Norden und Süden", sagte der Physiker Martin Werner. Und bevor's im Forum wieder rauscht: Die Klimaveränderungen, mit denen sich die Wissenschafter beschäftigten, vollzogen sich in einem Zyklus von zehntausenden oder sogar hunderttausenden Jahren. Mit dem aktuellen, wahrscheinlich vom Menschen verursachten, Klimawandel hätten diese Veränderungen nichts zu tun, betonte AWI-Sprecher Ralf Röchert.
Umdenken
Auf der Basis von Berechnungen des serbischen Mathematikers Milutin Mlankovic hatten die meisten Wissenschafter bisher vermutet, dass Veränderungen in der Sonneneinstrahlung im Norden nahezu parallel Klimaveränderungen im Süden auslösten. Dem Norden wurde der Erdkugel-umspannende Einfluss wegen seiner größeren Landmassen zugeschrieben. Zahlreiche Klimarekonstruktionen auf der Basis von Eisbohrkernen, Meeressedimenten und anderen "Klimaarchiven" schienen diese Theorie zu stützen.
Allerdings gab es bisher keine physikalische Erklärung, wie der Zusammenhang funktionieren könnte. Die neuen Erkenntnisse stellten die alten Ansichten zwar nicht völlig infrage. "Wir haben aber ein kräftiges Indiz gefunden, dass man früher einfach falsch gedacht hat", sagte Werner. (APA/red)
derstandard.at/1297819389660/Einfluss-des-Klimas-der-Nordhalbkugel-auf-die-Antarktis-ueberschaetzt
2. März 2011: Neue Interpretation für antarktische Eisbohrkerne
Bremerhaven, den 2. März 2011. Klimaforscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) erweitern eine gängige Theorie zur Entstehung von Eiszeiten. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature" präsentieren drei Physiker aus der AWI-Arbeitsgruppe „Dynamik des Paläoklimas" neue Berechnungen zum Zusammenhang von natürlicher Sonneneinstrahlung und langfristigen Änderungen im globalen Klimageschehen. Bisher galt die Vermutung, Temperaturschwankungen in der Antarktis, die für die letzte Million Jahre aus Eisbohrkernen rekonstruiert sind, seien durch die erdumspannende Wirkung von Klimaänderungen auf der Nordhalbkugel ausgelöst worden. Die neue Studie zeigt jedoch, dass wesentliche Teile der Temperaturschwankungen ebenso gut durch lokale Klimaänderungen auf der Südhalbkugel erklärt werden können.
Für die natürlichen Klimaänderungen während der letzten Millionen Jahre haben die Variationen der Erdbahn und der Erdneigung einen entscheidenden Anstoß gegeben. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ihr Einfluss auf die saisonale Verteilung der Sonneneinstrahlung von dem serbischen Mathematiker Milutin Milankovitch berechnet und seitdem als astronomische Theorie der Eiszeiten diskutiert. Weil insbesondere die Landoberflächen empfindlich auf eine veränderte Sonneneinstrahlung reagieren, die Landmassen auf der Erde aber ungleich verteilt sind, schrieb Milankovitch Einstrahlungsänderungen auf der Nordhalbkugel generell eine herausragende Bedeutung für Klimaänderungen über lange Zeiträume zu. Seine Überlegung wurde zur gängigen Arbeitshypothese in der aktuellen Klimaforschung, weil zahlreiche Klimarekonstruktionen aus Eisbohrkernen, Meeressedimenten und anderen Klimaarchiven sie zu stützen scheinen.
Die AWI-Wissenschaftler Thomas Laepple, Gerrit Lohmann und Martin Werner haben die Temperaturrekonstruktionen aus Eisbohrkernen für die jetzt veröffentlichte Studie nochmals grundlegend analysiert. Dabei berücksichtigten sie erstmals, dass in dem aufgezeichneten Signal in antarktischen Eiskernen die Wintertemperatur einen stärkeren Einfluss als die Sommertemperatur hat. Wird dieser Effekt in die Modellrechnungen einbezogen, lassen sich die aus Eiskernen rekonstruierten Temperaturschwankungen auch über lokale Klimaänderungen auf der Südhalbkugel erklären.
„Unsere Ergebnisse sind auch deshalb so interessant, weil sie uns vielleicht aus einer wissenschaftlichen Sackgasse führen", erläutert Thomas Laepple, der sich mit einem Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung derzeit zu Forschungszwecken an der amerikanischen Harvard-Universität aufhält, die Bedeutung des neuen Befunds. Denn die Frage, ob und wie das Klimageschehen auf der nördlichen und südlichen Hemisphäre miteinander gekoppelt ist, gehört derzeit zu den spannendsten wissenschaftlichen Fragen für das Verständnis von Klimaveränderungen. Bisher haben viele Forscher versucht, erdgeschichtliche Klimadaten aus der Antarktis mit der klassischen Hypothese von Milankovitch zu erklären. „Diese Hypothese lässt sich bisher aber nicht in allen Aspekten plausibel begründen", so Laepple. „Nun ist das Spiel wieder offen, und wir können versuchen, die langfristigen physikalischen Mechanismen, die den Wechsel von Eis- und Warmzeiten bestimmen, besser zu verstehen."
„Wir konnten außerdem zeigen, dass nicht nur Daten aus Eiskernen, sondern auch Daten aus Meeressedimenten ähnliche Verschiebungen zu bestimmten Jahreszeiten aufweisen. Deshalb steckt in der weiteren Interpretation von Paläoklimadaten noch eine Menge Diskussionsstoff", ergänzt Gerrit Lohmann. Die AWI-Physiker betonen, dass man mit einer Kombination aus hochwertigen Daten und Modellen dem Klimawandel auf die Spur kommt: "Erkenntnisse über lange vergangene Zeiten helfen uns, die Dynamik des Klimas zu verstehen. Nur so erfahren wir, wie das Klima der Erde sich gewandelt hat, und wie empfindlich es auf Änderungen reagiert."
Um Missverständnissen vorzubeugen ist den AWI-Wissenschaftlern ein abschließender Hinweis sehr wichtig. Die neue Studie stellt nicht in Frage, dass der aktuell zu beobachtende Klimawandel größtenteils anthropogen verursacht ist. Zyklische Veränderungen, wie sie in der Nature-Veröffentlichung untersucht wurden, schwingen in einem Takt von zehntausenden oder hunderttausenden von Jahren. Der drastische Ausstoß anthropogener Klimagase innerhalb von wenigen hundert Jahren addiert sich zu dem natürlichen Anstieg der Treibhausgase nach der letzten Eiszeit und ist einmalig für die letzte Million Jahre. Wie sich das Klimasystem inklusive der komplexen physikalischen und biologischen Rückkopplungen langfristig entwickeln wird, ist Gegenstand der derzeitigen Forschung am Alfred-Wegener-Institut.
Hinweise für Redaktionen: Ihre Ansprechpartner am Alfred-Wegener-Institut sind Prof. Dr. Gerrit Lohmann (Tel: +49(471)4831-1758; E-Mail: Gerrit.Lohmann(at)awi.de), Dr. Martin Werner,Tel: +49(471)4831-1882; E-Mail: Martin.Werner(at)awi.de) und Dr. Thomas Laepple (Thomas.Laepple@awi.de). Ihr Ansprechpartner in der Abteilung Kommunikation und Medien ist Ralf Röchert (Tel: +49 (0)471 4831-1680; E-Mail: medien@awi.de).
Der Originaltitel der Publikation, auf die sich diese Pressemitteilung bezieht, lautet: Laepple, T., M. Werner, and G. Lohmann, 2011: Synchronicity of Antarctic temperatures and local solar insolation on orbital time-scales. Sie wird am 3.März 2011 in der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht (doi:10.1038/nature09825).
Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der siebzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
Hintergrund:
Eiszeiten und Milankovitch-Zyklen
Der Wechsel von Kaltzeiten mit ausgedehnten Vereisungen (Glaziale) und Warmzeiten mit Gletscherrückgang (Interglaziale) ist für die geologische Epoche des Quartärs kennzeichnend. Die Zeitspanne des Quartärs umfasst die letzten 2 Millionen Jahre und wird unterteilt in das Pleistozän und das Holozän. Verbunden mit diesen Klimaschwankungen ist der Auf- und Abbau ausgedehnter Eisschilde. Die Warmzeiten ähneln in Klima und Vegetation der Gegenwart. Während der letzen Eiszeit vor 20.000 Jahren war die Temperatur in Europa ca. 10-20 Grad niedriger als heute
Die klimatischen Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten auf der Erde (Glazial-Interglazial Schwankungen) werden mit der Veränderung der Sonneneinstrahlung, Veränderungen in Treibhausgaskonzentrationen (wie z.B. Kohlendioxid), sowie internen Wechselwirkungen im Klimasystem in Verbindung gebracht. Obwohl es keine allgemein anerkannte Theorie für das Auftreten von Eiszeiten gibt, gilt die Hypothese, dass Schwankungen der Erdbahn für Glazial-Interglazial-Zyklen verantwortlich sind, als diejenige, die am besten von Daten gestützt wird. Milutin Milankovitch stellte diese Hypothese in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als erster auf eine mathematische Grundlage. Seine Theorie beruht auf der Variation dreier Parameter der Erdumlaufbahn:
- Exzentrizität. Die Bahn der Erde um die Sonne ist nicht kreisrund. Die Abweichung der Bahnellipse vom Kreis wird durch die Exzentrizität beschrieben. Die wichtigsten Perioden dieser Schwankungen liegen bei etwa 100.000 und 400.000 Jahren. Die Exzentrizität schwankt aufgrund der Massenanziehung der anderen Planeten, vorzugsweise der beiden größten, Jupiter und Saturn.
- Nutation, Obliquität. Die Neigung der Erdachse gegenüber der Ebene, die durch die Erdumlaufbahn beschrieben wird, hat eine dominante Periode bei 41.000 Jahren. Dieser Winkel beträgt derzeit 23,5 Grad und variierte etwa zwischen 22 und 24,5 Grad im Quartär.
- Präzession. Der Mond wirkt auf den Kreisel Erde mit einem Drehmoment, das bemüht ist, die Kreiselachse der Erde senkrecht zur Bahnebene des Mondes aufzurichten. Die Erde vollführt eine Präzession der Tag- und Nachtgleichen (Äquinoktien) die im Zusammenspiel mit der Rotation des Erdorbits eine charakteristische Periode von 21.000 Jahren hat.
Druckbare Bilder
Skizze der Änderungen der Erdorbitalbahn (Milankovitch Zyklen)
Die Neigung der Erdachse (Obliquität) verändert sich im Rhytmus von ca. 41 tausend Jahren zwischen 22 und 24,5 Grad. Durch das Taumeln der Erdachse (Präzession) verändert sich ihre Richtung gegenüber den Fixsternen im Takt von 19 bis 23 tausend Jahren. Die Abweichung der Bahnellipse von einem Kreis (Exzentrizität) variiert in Rhythmen von ca. 100 und 400 tausend Jahren. Durch diese drei Zyklen verändert sich die Verteilung der Sonnenstrahlung auf die Jahreszeiten. Abbildung: Thomas Laepple, Alfred-Wegener-Institut
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Eisbohrkern - Detailansicht
Detail eines Eisbohrkerns aus 2.668 Metern Tiefe. Foto: Sepp Kipfstuhl, Alfred-Wegener-Institut
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EPICA-Eisbohrkern (Antarktis)
EPICA-Eisbohrkern aus einer Tiefe von ca. 2.550 m, älter als 150.000 Jahre. Der frisch gewonnene Eisbohrkern wird gesäubert, vermessen und katalogisiert. Durchmesser Eiskern: 10 cm. Foto: Hans Oerter, Alfred-Wegener-Institut
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www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/detail/item/new_interpretation_of_antarctic_ice_cores/
Das Zitat: Die neue Studie stellt nicht in Frage, dass der aktuell zu beobachtende Klimawandel größtenteils anthropogen (menschlich verursacht) verursacht ist. ist natürlich eine Schutzbehauptung, da die Ursache klimatischer Veränderungen immer in größeren Zeitzyklen begründet sind. Die 150 Jahre menschlichen Einfluss (Industriealisierung) auf das Klima spielen im Zusammenhang auf Klimaveränderungen über tausende von Jahren eher einen geringfügigen Einfluss und zumal nicht so schnell.
D.-s.
Lord Monckton in Cancun –
die Abdankung des Westens
Von Viscount Monckton of Brenchley,
Cancún, Mexiko, 9. Dezember 2010
Übersetzung Remo Santini
Normalerweise füge ich meinen Berichten ein wenig Humor bei. Nicht heute. Lest das und weint. Ungeachtet der sorgfältig orchestrierten Propaganda, damit nichts Zusätzliches mehr an der UNO-Klimakonferenz hier in Cancún entschieden wird, signalisieren die hier in dieser Woche zu treffenden Entscheidungen nicht weniger als die Abdankung des Westens. Die regierende Klasse dessen, was einst stolz als die Freie Welt bekannt war, lässt leise und beiläufig die Freiheit und die Prosperität fahren, und sogar selbst die Demokratie. Kein einzige der Mainstream-Medien wird Ihnen darüber berichten – nicht so sehr, weil sie es nicht sehen, sondern weil es ihnen schnurzegal ist.
Die 33-seitige Mitteilung (FCCC/AWGLCA/2010/CRP.2) des Vorsitzenden der „Ad-hoc- Arbeitsgruppe über langfristige Zusammenarbeit unter der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über den Klimawechsel“, betitelt mit „Mögliche Elemente des Resultats“, enthüllt alles. Oder besser, sie enthüllt gar nichts, es sei denn, es verstehe einer, was der komplexe, obskure Jargon meint. Alle UNFCCC-Dokumente der Cancún-Konferenz, speziell auch „Mögliche Elemente des Resultats“, sind in einem Stil abgefasst, der sich „transparente Undurchdringlichkeit“ nennt. Die Absicht ist, daß niemand die Dokumente verstehen soll, aber später wird man uns sagen, worüber beklagt ihr euch denn, sie sind seit jeher dem Publikum zugänglich gewesen.
Da der Bericht des Vorsitzenden sehr lang ist, werde ich die wichtigsten Punkte zusammenfassen:
Finanzen: Die westlichen Länder sollen von 2010 an gemeinsam 100 Milliarden USD pro Jahr an einen ungenannten, neuen UNO-Fond bezahlen. Damit diese Summe mit dem BIP Schritt hält, solle sich der Westen selbst verpflichten, jedes Jahr 1,5% des BIP an die UNO zu zahlen. Das ist mehr als das Doppelte von 0,7% des BIP, das die UNO dem Westen während der vergangenen 50 Jahre empfohlen hat, als Auslandshilfe zu bezahlen. Mehrere hundert im Bericht des Vorsitzenden aufgeführte Maßnahmen werden den westlichen Ländern enorme finanzielle Kosten aufzwingen.
Das Sekretariat der Weltregierung: In aller Namen wird das Sekretariat der UNO-Konvention eine Weltregierung werden, welche direkt Hunderte von globalen, supranationalen, regionalen, nationalen und subnationalen Verwaltungen kontrollieren wird. Sie wird eine riesige Summe an Steuergeldern bekommen, die anscheinend vom Westen an die Dritte Welt für angebliche, widrige Konsequenzen einer erfundenen (und eingebildeten) „globalen Erwärmung“ bezahlt werden soll.
Bürokratie: Hunderte von neuen, ineinander greifenden Bürokratien, dem Sekretariat der Weltregierung verantwortlich, werden ihre Macht und ihren Einflussbereich gewaltig ausdehnen. In eindeutiger Widerholung der Methode der Europäischen Union, den Willen ihrer ungewählten Kommissare den stöhnenden Völkern des gottverlassenen Kontinents aufzuzwingen, werden sich die zivilen Diener der Nationalstaaten als Diener eines größeren Imperiums, jenes des Sekretariats, wieder finden, die Ukasse und Diktate des wie auch immer gearteten Willens der Regierungen der Nationalstaaten ausführend.
Manche dieser neuen Bürokratien sind als dem „Aufbau der Leistungsfähigkeit in Entwicklungsländern dienend“ verkleidet. Dies nichts mit der Entwicklung der Wirtschaft oder der Industrie in ärmeren Ländern zu tun. Es stellt sich heraus, daß dies die Einrichtung Hunderter von Verwaltungsbüros in zahlreichen Ländern überall auf der Welt bedeutet, die dem Sekretariat gegenüber verantwortlich sein werden. Wer zahlt? Sie tun das, lieber Steuerzahler.
Babylon, Byzanz, das Späte Ottomanische Reich, die ungeheure Bürokratie von Nazideutschland, das riesige Imperium der 27'000 Papierschnüffler der Europäischen Union: Addieren Sie dies alles und multiplizieren Sie es mit 100, und Sie werden immer noch nicht an die schiere Größe, die Kosten, die Macht und den Einfluss dieser neuen Filialen des Sekretariats herankommen.
Zusätzlich zu den vielen neuen Verwaltungen in jedem einzelnen der 193 der Konvention angehörenden Staaten wird es folgende Organismen geben: ein Amt für Anpassungssysteme (könnte wohl auch Gleichschaltungssysteme heißen [A.d.Ü]); ein Amt für Anpassungssysteme für schwach entwickelte Länder; ein Anpassungskomitee; regionale Netzwerkzentren; ein internationales Zentrum zur Förderung der Anpassungsforschung; nationale Anpassungsinstitutionen; ein Amt zur Abklärung der Voraussetzungen und Bedingungen der Versprechen der Treibhausgas-Reduktionen auf nationaler Ebene; ein Verhandlungsgremium für ein übergreifendes Niveau der Bestrebungen zu Gesamtausstoßreduktionen und der individuellen Ziele; ein Büro zur Revision der Richtlinien der nationalen Kommunikation; ein multilaterales Büro für Kommunikationsprozesse; ein Amt für den Prozess zum Entwickeln von Modalitäten und Richtlinien hinsichtlich des Fügsamkeitsprozesses; ein Register der auf nationaler Ebene geeigneten Reduzierungsmaßnahmen in entwickelten Ländern; ein Amt zur Überwachung des Verstehensprozesses der Vielfalt der unterbreiteten Reduzierungsmaßnahmen, die Unterstützung brauchen; ein Amt zur Entwicklung von Modalitäten zur Registrierung der auf nationaler Ebene geeigneten Reduzierungsmaßnahmen; ein Büro für internationale Beratung und Analyse; ein Büro zur Durchführung eines Arbeitsprogrammes zur Entwicklung von verschiedenen Modalitäten und Richtlinien; ein Netzwerk der Planungsbüros für Strategiemaßnahmen betreffend die nationalen Wälder in Entwicklungsländern; ein Netzwerk der Ämter für Emissionsniveaureferenzen und/oder Referenzniveau der Wälder; ein Netzwerk der nationalen Waldüberwachungssysteme; ein Büro für Arbeitsprogramme für die Landwirtschaft zur Erhöhung der Durchsetzung von Artikel 4, § 1c des den Paragrafen 31 berücksichtigenden Abkommens; einer oder mehrere Mechanismen zur Einführung eines marktbasierten Denkansatzes zur Verbesserung der Kosteneffizienz von Reduzierungsmaßnahmen und deren Werbung; ein Forum über die Wirkung der Durchsetzung von Messungsrückmeldungen; ein Arbeitsprogrammbüro, das sich mit der Wirkung der Durchsetzung von Messungsrückmeldungen befasst; ein Amt, um den Bedarf an finanziellen Ressourcen für die Bewältigung des Klimawechsels von Entwicklungsländern zu bewerten und zur Feststellung der Möglichkeiten für die Bereitstellung jener Ressourcen; ein zum Grünen Fond von Kopenhagen zusätzlicher Fond; ein Interimsekretariat für die Aufbauphase dieses neuen Fonds; ein neues Amt zur Unterstützung der Konferenz der Parteien in der Ausführung ihrer Funktionen hinsichtlich der Finanzmechanismen; ein Amt zur Lancierung eines Prozesses zur weiteren Definierung der Rollen und Funktionen des neuen Amtes zur Unterstützung der Konferenz der Parteien in der Ausführung ihrer Funktionen hinsichtlich der Finanzmechanismen; ein Technologie-Exekutivkomitee; ein Zentrum und ein Netzwerk für Klimatechnologie; ein Netzwerk von nationalen, regionalen, sektoralen und internationalen Technologiezentren, -netzwerken, -organisationen und –initiativen; Partnerschaftszentren für die Förderung von Nord-Süd-, Süd-Nord- und Dreieckspartnerschaften mit dem Ziel der Ermutigung zur Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung; ein Expertenworkshop über die betrieblichen Modalitäten der Technologiemechanismen; eine internationale Versicherungseinrichtung; ein Amt für Arbeitsprogramme für Policengrundsätze und positive Anreize in Entwicklungsländern, in Bezug auf Probleme der Emissionsreduzierung, die durch Entwaldung und Schwächung der Wälder resultieren; ein Amt zur Durchsetzung von Arbeitsprogrammen über den Einfluss der Durchsetzung von Messungsrückmeldungen; ein Amt zur Entwicklung von Modalitäten für die Operationalisierung der Arbeitsprogramme über den Einfluss der Durchsetzung von Messungsrückmeldungen.
Die Befugnisse der Weltregierung: Das Sekretariat wird nicht nur die Befugnis haben, die Länder aufzufordern, ihren Verpflichtungen gemäß der Klimawandelkonvention nachzukommen, sondern es kann sie dazu zwingen. Die Staaten werden verpflichtet werden, riesige Mengen an Informationen zu sammeln, zusammenzustellen und vorzulegen, und zwar in einer Weise und in einer Form, wie es durch das Sekretariat und seine wachsende Armee von untergeordneten Filialen noch festgelegt werden wird. Dazu werden noch weitere Kompetenzträger dazwischen geschaltet, um die Informationen zu verifizieren und zu bewerten, um dann auf Grund dieser Bewertung den einzelnen Ländern zu sagen, was sie tun können und was nicht.
Fortdauernde Expansion: In seinen verschiedenen Formen kommt das Verb „steigern/fördern“ (enhance) mindestens 28 Mal im Bericht des Vorsitzenden vor. Ähnliche Verben wie „ausbauen“ und „erweiten“, sowie Adjektive wie „vergrößert“, „neu“ und „zusätzlich“ werden auch oft angewandt, speziell da, wo es um die Bereitstellung von Mitteln auf Kosten der westlichen Steuerzahler geht. Wenn alle diese im Bericht vorgeschlagenen „Erweiterungen“ durchgeführt werden, dann werden die Kosten bequem die jährlichen 100 Milliarden übersteigen (oder, in diesem Fall, die 1,5% des BIP), die der Bericht als die Kosten des Westens für das kommende Jahrzehnt beziffert.
Geistiges Eigentum bei Erfindungen: Inhaber von Patenten, speziell in zu „globaler Erwärmung“ und seiner Reduzierung in Beziehung stehenden Gebieten, werden gezwungen werden, den Nutzen ihrer Erfindungsgabe an Entwicklungsländer abzutreten, damit die keine Lizenzgebühren zahlen müssen. Dies ist jedoch nirgendwo in dem Bericht des Vorsitzenden ausdrücklich festgehalten, aber der Transfer von Technologie ist in dem Manuskript etwa 20 Mal enthalten, wobei angedeutet wird, daß immer noch die Absicht besteht, die ausdrücklichen Bestimmungen des erloschenen Kopenhagener Abkommens vom 15. September 2009 zu diesem Zweck auszuführen.
Versicherung: Das Sekretariat schlägt in der Tat vor, sich so nachdrücklich in den Ablauf des weltweiten Versicherungsmarktes einzumischen, bis dieser aufhört, ein freier Markt zu sein, mit den üblichen äußerst nachteiligen Konsequenzen für alle Beteiligten an diesem Markt.
Der freie Markt: Das fehlgeschlagene Kopenhagener Abkommen sah vor, daß die zu etablierende„Regierung“ die Befugnis haben werde, die Regeln aller früheren freien Märkte festzulegen. So etwas wie freie Märkte würde es nicht mehr geben. Der Bericht des Vorsitzenden der Konferenz in Cancún sagt nur, daß verschiedene „Marktmechanismen“ durch das Sekretariat und die Parteien der Konvention ausgeschöpft werden würden: aber die Referenzen auf diese „Marktmechanismen“ sind häufig genug, um darauf hinzudeuten, daß die Absicht besteht, weltweit alle freien Märkte auszuschalten.
Wissen ist Macht: Der Bericht des Vorsitzenden enthält zahlreiche Referenzen auf eine Vielzahl neue wie auch schon bestehende Verpflichtungen der einzelnen Länder, dem Sekretariat Informationen zu liefern – in einer Art und Weise, wie es dies noch diktieren wird. Die Hand der EU ist hier sehr klar ersichtlich.
Es grabschte sich die Macht in vier Etappen von den Mitgliedstaaten: Zuerst nur als Sekretariat fungierend, um die Versorgung mit Kohle und Stahl zu garantieren, damit Europa nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut werden konnte. Dann als ein von den Mitgliedstaaten immer mehr Informationen forderndes Register. Dann als ein Beurteilungsamt, das auf der Basis der durch die Mitgliedstaaten gelieferten Daten bestimmte, ob diese ihren Verpflichtungen gegenüber der immer langatmigeren und immer komlexeren Struktur der europäischen Abkommen gerecht werden. Und schließlich als die letztendlich gesetzmachende Autorität, der alle gewählten Parlamente, und ausdrücklich das europäische „Parlament“ umfassend, unterworfen waren und sind. Mit den Vorschlägen aus Cancún folgt das Sekretariat dem Weg, dem die Plage der EU-Funktionäre zweifellos vehement geraten hat zu folgen. Es beansprucht nun zahlreiche weitere Kompetenzen, nicht nur um von den einzelnen Ländern Informationen abzufordern, sondern auch um sie für ihre vermeintlichen internationalen Verpflichtungen gegenüber der Klimawandel-Konvention in der Verantwortung zu halten, und zwar auf der Basis der Informationen, die die Länder nun gezwungen sein werden zu liefern.
Propaganda: Der Bericht des Vorsitzenden enthält mehrere Male den Hinweis auf die Auffassung, daß es notwendig sei, den Völkern der Welt mehr über den Klimawechsel zu sagen. Hier gibt es ebenfalls eine Parallele zu der EU, die sich jährlich einen Betrag von etwa 250 Mio. USD administriert, um rein nichts anderes damit zu machen, als vor einem immer skeptischer werdenden Publikum Werbung für die eigene Herrlichkeit zu machen. Das IPCC gibt schon jetzt jedes Jahr Millionen für Werbeagenturen aus, von denen es verlangt, neue Methoden zu finden, um dem Normalbürger seine gruseligen Geschichten besser verständlich machen zu können, damit der sie mehr fürchtet. Das Sekretariat hat schon jetzt den Vorteil von unkritischen, fügsamen, wissenschaftlich ungebildeten, in ökonomischen Belangen unfähig zu rechnen und ganz einfach total blöden Nachrichtenmedien: da hat es also noch einen Propagandafundus, mit dem es spielen kann.
Durch „DEN PROZESS“ angerichteter Schaden: Auf das Beharren einiger sensibler Staaten, wie die USA, die Tschechische Republik, Japan, Kanada und Italien, anerkennt das Cancún-Ergebnis, daß DER PROZESS beträchtlichen ökonomischen Schaden anrichtet und anrichten wird, was im Bericht des Vorsitzenden dezent als „nicht beabsichtigte Nebeneffekte der Durchsetzung der Reaktionen als Maßnahmen auf den Klimawechsel“ bezeichnet wird. Die Lösung? Die Abwägung der katastrophalen wirtschaftlichen Konsequenzen der hochtrabend-irrsinnigen Entscheidungen des Sekretariats wird unter die Zuständigkeit eben dieses Sekretariats fallen. Bei der Frechheit dieser Leute bleibt einem vor Bewunderung der Mund offen.
Die Canute-Bestimmung: Die Konferenz wird dieses Mal die Entscheidung ihrer Vorgängerin von Kopenhagen vom letzten Jahr bestätigen: „das Ansteigen der globalen Durchschnittswerte unter 2° C über den Werten der vorindustriellen Zeit zu halten“, einfach nur so. Tatsächlich ist die Temperatur in Mittelengland, und als Begleiterscheinung weltweit, in den 40 Jahren von 1695-1735 um 2,2° C angestiegen, weil die Sonne begann, sich von ihrem 11’400-Jahr-Aktivitätsminimum zu erholen, und im 20. Jahrhundert stieg sie nochmals um 0,74° C an. Im 21. Jahrhundert hat es keine Erwärmung gegeben, aber wir sind schon um einiges mehr als 2° C über den vorindustriellen Werten. Die Canute-Bestimmung, wie einige Delegierte sie titulierten (in Anlehnung an den dänischen König im frühen England, der dadurch bekannt wurde, daß er seinen Höflingen die Begrenzung seiner Macht vorführen wollte, und natürlich erst recht die ihre, indem er seinen Thron an den Strand stellte und dem Meer befahl, nicht anzusteigen, worauf die Flut wie üblich zurückkam und die königlichen Füße benetzte), zeigt die Abkoppelung zwischen DEM PROZESS und der Realität.
Unterlassungen: Es finden sich mehrere höchst signifikante Unterlassungen, die gemeinsam und gesondert ergeben, daß die Hauptabsicht hinter DEM PROZESS nicht mehr länger etwas mit dem Klima zu tun hat, wenn sie es denn je gewesen war. Das Ziel ist, der internationalen Politikerklasse immer mehr Macht zuzuschanzen und sie immer noch reicher zu machen – und zwar auf Kosten der Völker des Westens. Dafür soll das Klima als Vorwand herhalten. Und auch, indem man die Europäische Union kopiert und für alle Zeiten etwas installieren will, das einige Delegierte hier „transnationalen Perma-Sozialismus“ nennen, und zwar jenseits der Reichweite der Wählerschaft, von der man sonst abgewählt werden könnte. Hier die wichtigsten Auslassungen:
Wissenschaft: Die Frage, ob diese enorme Expansion der supranationalen Macht wissenschaftlich notwendig sei, wird nicht behandelt. Stattdessen gibt es lediglich eine frömmelnde Bestätigung eines abergläubischen Glaubens an den IPCC, wo die Konferenz „anerkennen wird, daß tiefe Schnitte in den globalen (Treibhausgas-) Emissionen wissenschaftlich notwendig sind, wie dokumentiert im 4. Begutachtungs-rapport (der IPCC).“
Wirtschaft: Es gibt keine Untersuchung darüber, in welchem Maß alle diese vorgeschlagenen Aktionen zur Verminderung der „globalen Erwärmung“ durch Einschränken des CO2-Ausstosses oder durch Anpassen der Welt an seine Konsequenzen kosteneffizient sein werden. Bemerkenswert – es gibt auch in Bezug auf ihre Kosteneffizienz keinen direkten Vergleich zwischen Verminderung und Anpassung: in der Tat, der IPCC hat alles sorgfältig strukturiert, so daß die Verminderung und die Anpassung als zwei vollkommen getrennte Ämter betrachtet werden, von denen jedes eigene Berichte produziert und so einen sinnvollen
Vergleich erschwert. Obschon jede wirtschaftliche Analyse dieser zentralen ökonomischen Frage, anders als jene des nun diskreditierten Lord Stern, zeigt, daß die Verminderung eine sinnlose Blödheit ist und daß die gezielte Anpassung an die Konsequenzen einer irgendwelchen „globalen Erwärmung“, die geschehen könnte, in dieser Größenordnung billiger und kosteneffektiver sein würde, wird der Bericht der Cancún-Konferenz weiterhin die Verminderung von gleicher wirtschaftlicher Brauchbarkeit behandeln wie die Anpassung.
Kündigung: Verträge haben Kündigungsklauseln, die bestimmen, was geschieht, wenn die Vereinbarung endet. Nichts illustriert die Absicht, eine permanente Weltregierungsstruktur aufzubauen, besser, als das Fehlen jeglicher Kündigungsbestimmungen in dem Resultat von Cancún. Wie Diamanten, so ist DER PROZESS für ewig.
Demokratie: Vergesst die Regierung des Volkes, für das Volk, durch das Volk. Vergesst das Prinzip „keine Steuern ohne Repräsentation“, welches zur Gründung der Vereinigten Staaten geführt hat. Die Bestimmungen für die demokratische Wahl des neuen, allmächtigen, Gesetze erlassenden, Steuern erhebenden Sekretariates der Weltregierung durch die Völker der Welt lassen sich auf ein einziges Wort zusammenfassen: KEINE.
Wie konnte dieser monströse Transfer von Macht von einst stolzen, einst souveränen, einst demokratischen Nationen an dieses korrupte, ungewählte Sekretariat geschehen? Die Geschichte beginnt mit Sir Maurice Strong, einem immens reichen UNO-Bürokraten von Kanada, der vor einem Vierteljahrhundert das IPCC eher als ein zwischenstaatliches, politisches als ein wissenschaftliches Amt aufbaute, exakt damit es später in eine Position hineinmanövrieren werden konnte, wo es das lang gehegte Ziel der UNO – von Ban Ki-Moon selbst an einem Gipfel der Chefbeamten der UNO im Mai 2010 erneut wiederholt –, die Auslöschung der nationalen Souveränität und die Etablierung einer Weltregierung, unterstützen könne.
DER PROZESS begann Anfang 1988, als das IPCC etabliert wurde. Kurz darauf, an einem Junitag in Washington DC, von Al Gore absichtlich gewählt, weil es damals so ungewöhnlich heiß gewesen war, erschien James Hansen, sein politischer Alliierter und finanzieller Wohltäter, vor einem Kongressausschuss und präsentierte ihm eine völlig übertriebene Graphik, die eine globale Erwärmung über die nächsten 20 oder 30 Jahre vorhersagte. Nun, im Juni 2008, dem 20. Jahrestag seines Auftritts, war es weltweit kühler als im Juni 1988, und die globale Erwärmung betrug weniger als die Hälfte der Rate, die er vorhergesagt hatte.
Der Weltgipfel von Rio im Jahre 1992 ermöglichte die Bildung von Umweltgruppen und Welt“führern“, die zusammen Effekthascherei betreiben sollten. Diesem Gipfel entsprang die UNO-Struktur „Klimawechsel-Abkommen“, welche begann, jährlich Konferenzen über „globale Erwärmung“ anzuhalten.
Das Protokoll von Kyoto von 1997 verpflichtete die Unterzeichner, ihren nationalen CO2-Ausstoß bis 2012 auf das Niveau von 1990 zu senken. Den meisten wird das nicht gelingen. Der US-Senat, mit Al Gore als Präsidenten, stimmte für 95-0, um jeden Vertrag, wie jenen von Kyoto, abzuweisen, denn er verpflichtet nur den Westen, während aufstrebende Staaten, wie etwa China, durch keinerlei Restriktionen über den Kohlendioxid-Ausstoß beeinträchtigt sind.
Ein sehr kleiner Fortschritt ist bei der Bali-Konferenz 2007 erzielt worden: aber an jener Konferenz war ein „Fahrplan“ erarbeitet worden, der zu einem verbindlichen internationalen Abkommen führen sollte, und zwar 2009 in Kopenhagen.
Aber da gab es nur ein Problem damit. Die US-Verfassung bestimmt, daß selbst wenn ein Präsident ein Abkommen unterschrieben hat, ist seine Unterschrift ungültig, bis es im Senat debattiert worden ist, der es mit mindestens 67 von 100 Senatorenstimmen ratifizieren muss. Es war jedermann klar geworden, daß nachdem es Obama nicht gelungen war, auch nur 60 Senatoren entweder herumzukriegen oder einzuschüchtern, daß sie dem Waxman/Markey-Steuergesetz zustimmten, kein Klimawechselabkommen beim Senat durchgehen würde.
Schlimmer noch, das Sekretariat übertraf sich selbst in gröblicher Weise. Auf seine eigene Propaganda hereinfallend – besagend daß nur ein paar lästige, verknöcherte Skeptiker glaubten, daß die „globale Erwärmung“ vernachlässigbar klein ausfallen und demnach kaum Schaden anrichten würde – verfasste es einen Entwurf von 186 Seiten, betitelt mit „Abkommen von Kopenhagen“ und stellte es in seine Webseite. Darin schlägt es vor, sich selbst in eine ungewählte Weltregierung umzuwandeln, mit unbeschränkten Machtbefugnissen, von den Mitgliedstaaten ohne (und ohne sich mit so läppischen Dingen wie ein Parlament herumärgern zu müssen [A.d.Ü.]) Repräsentation, direkt Steuern einzufordern, ohne Regress- und Abberufmöglichkeit, direkt in die Umweltpolitik der einzelnen Staaten einzugreifen und überall auf der Welt die freien Märkte hinwegzufegen, sie an jedem Marktplatz durch eigene ersetzend, mit sich selber als alleinigem Richtlinienmacher (Abkommensentwurf, Anhang 1, Artikel 36-38).
Einige Zitate, welche die wahren Ambitionen der UNO enthüllen:
„Der Plan für das neue institutionelle Arrangement der Konvention wird auf drei Basissäulen beruhen: Regierung, erleichternde Mechanismen und finanzielle Mechanismen. Die Regierung wird durch die Konferenz der Parteien des UNO-Netzwerkes ‚Konvention über den Klimawechsel’ dominiert, unterstützt von dem neuen, untergeordneten Amt für Anpassung und einem Führungsausschuss, der verantwortlich für das Management der neuen Fonds ist und der damit in Beziehung stehenden erleichternden Prozessen und Ämtern.“ (Entwurf des Kopenhagener Abkommens vom 15. September 2009, § 38.)
Die drei zentralen Machtbefugnisse, von denen die UNO hoffte, sie sich selber gewähren zu können – unter dem Mäntelchen von ‚den Planeten vor einer angeblichen Klimakatastrophe retten zu wollen’ – sind die folgenden:
„Regierung“: Es ist das erste Mal, daß der hier gemachte Gebrauch des Wortes „Regierung“ in einem Entwurf eines internationalen Abkommens verwendet wurde, um eine Weltregierung zu beschreiben..
„Finanzielle Mechanismen“: Der Ausdruck „finanzielle Mechanismen“ war eine delikate Umschreibung, um eine neue Machtbefugnis der UNO zu beschreiben, nämlich unbeschränkt bei den Völkern ihrer Mitgliedstaaten Steuern erheben zu können: Steuererhebung ohne parlamentarische Kontrolle, auf globaler Ebene.
„Erleichternde Mechanismen“: Dieser Mechanismus hätte der UNO zum ersten Mal die Macht gegeben, direkt von Seiten ihrer Mitgliedstaaten Fügsamkeit zu erzwingen, wenn nötig mit Gewalt. Der Abkommensentwurf beschreibt dies als „erleichternde Maßnahmen, ausgearbeitet, um das Design, die Verabschiedung und die Ausführung der öffentlichen Politik zu erleichtern, und zwar als vorherrschendes Instrument, welchem die Marktregeln und die damit in Beziehung stehenden Kräftespiele zu unterstellen sein werden.“
Kurzum: Das hätte nun eine Neue Weltordnung sein sollen, mit einer „Regierung“, verfügend über „finanzielle Mechanismen“ in der Form von unbeschränkten Rechten, die Bürger der Welt direkt zu besteuern, und über einen „erleichternden Mechanismus“, der alle früheren freien Märkte unter die direkte Kontrolle der neuen UNO-„Regierung“ gebracht hätte, unterstützt durch eine jetzt schon ausufernde Bürokratie.
Nirgendwo auf den 186 Seiten des Abkommensentwurfs kommen die Wörter „Demokratie“, „Wahlen“, „geheime Abstimmung“ oder „Stimmrecht“ vor. Wie es die EU schon vorgeführt hat, bedeutet der Transfer der Machtbefugnisse von souveränen Demokratien zu supranationalen Strukturen das Ende der betreffenden Demokratien. Auf supranationalem Niveau, wie in der UNO, in der EU und in der vorgeschlagenen Weltregierung, werden die Entscheidungen nicht durch jemanden gefällt, den wir, die Stimmberechtigten, dazu gewählt haben.
Die Bloßstellung des Abkommensentwurfs in wichtigen internationalen Nachrichtenmedien brachte die UNO in Panik, und sie gab den Entwurf auf, bevor die Kopenhagener Konferenz überhaupt begann. Stattdessen erlässt die UNO nun Gesetze hintenherum, wie es die Europäische Union macht, durch eine Serie von sukzessiven jährlichen Vereinbarungen, von denen die letzte das Kopenhagener Abkommen war, und jedes von ihnen überträgt mehr Machtbefugnisse und mehr Reichtum von den einzelnen Ländern an seine supranationale Bürokratie. Die neuste dieser Absprachen soll hier in Cancún zum Abschluss kommen.
Die Europäische Union, welche über das letzte halbe Jahrhundert die Demokratie ausgemerzt hat – durch eine Serie von Abkommen, von denen jedes immer ein bisschen mehr Machtbefugnisse und mehr Reichtümer aus den gewählten Händen der Mitgliedstaaten in die ungewählten Hände in Brüssel übertrug –, hat das Sekretariat darüber beraten, wie dasselbe in globalem Maßstab zu bewerkstelligen sei.
Nach der spektakulären blutigen Nase, die sich das Sekretariat in Kopenhagen zuzog, war es äußerst besorgt darüber, sich nicht in Cancún eine zweite Abfuhr einzuhandeln. Zu diesem Zweck bekam es die Zustimmung der deutschen Regierung, von Anfang des Jahres 2010 an monatlich eine Serie von Konferenzen in Bonn abzuhalten, von denen einige auch außenstehenden Beobachtern zugänglich waren und andere hinter geschlossenen Türen in einem komfortablen, vorstädtischen Palast stattfanden. Und da war es, wo die neuen Methoden der Gesetzeserlassung für die Welt unter Geheimhaltung zum ersten Mal zum Zug kamen.
Die chinesische Regierung, bestrebt darum, einen Teil der Aktion zu bekommen, war damit einverstanden, vor einigen Wochen in Tientsin eine zusätzliche Session abzuhalten. Das Ziel dieser beinahe fortwährenden internationalen Vergnügungsreisen, die die Delegierten auf unsere Kosten sehr amüsiert haben, war, sicherzustellen, daß längst vor der Konferenz in Cancún nahezu alle Elemente des Cancún-Abkommens schon fest formuliert waren und darüber Einigung herrschte, um das zu vermeiden, was schon zu viele Journalisten als „mexikanische Pattsituation“ bezeichnet haben.
Es ist genau wegen all dieser intensiven und kostspieligen Vorbereitung, daß der Bericht des Vorsitzenden, dessen Hauptpunkte oben zusammengefasst sind, sehr gut reflektieren dürfte, was letztendlich entschieden und in ein paar Tagen hier verkündet werden wird. Der Vorsitzende ergibt sich hier nicht nut Mutmaßungen: Sein Text reflektiert, was das Sekretariat mit Zuversicht zu erreichen hofft.
Im Anschluss an das Kopenhagener Desaster wollen jedoch unsere zukünftigen unerbittlichen Neuen Herren kein Risiko eingehen. Sie überzeugten ihre Freunde von den Mainstream-Medien, die sich nun nicht so leicht von ihren ursprünglichen Erklärungen von blindem Glauben an die „Kirche der Klimaerwärmung“ distanzieren können, mitzuteilen, daß in Cancún dieses Jahr und auch in Durban nächstes Jahr sehr wenig Substantielles zu erwarten sei.
Die dahinter stehende Absicht ist, daß nicht nach einer, sondern sogar zwei weiteren internationalen Klimakonferenzen, wenn dann also die zweite in Rio stattfindet – zum 20. Jahrestag des Weltgipfels, mit dem alles begann –, das Sekretariat so reich geworden sein wird und für sich selbst so viel Macht zusammengerafft haben wird, daß sogar nicht einmal der US-Senat sich getrauen wird, die Ratifizierung des Rio-Abkommens zu verweigern, welches weltweit das Ende der Demokratie einläuten und das erfüllen wird, was Lord Mandelson kürzlich feststellte: „Wir leben nun in einem postdemokratischen Zeitalter.“
Nur über meine Leiche. Die Menschen wissen besser, was für ihr Volk das Beste ist. Die Regierungsklasse weiß ohne Zweifel, was das Beste für die Regierungsklasse ist, aber sie weiß nicht notwendigerweise, was für das Volk das Beste ist und muss deswegen immer durch die Wahlurne im Zaum gehalten werden.
Sollten wir denn dereinst eine Weltregierung haben (und nachdem die Wissenschaft vom „Klimaerwärmungsalarm“ weiterhin am Kollabieren ist, so daß der gegenwärtige Vorwand für eine Weltbeherrschung durch einige privilegierte Wenige sich zusehends verflüchtigt), dann ist es von fundamentaler Wichtigkeit, daß die Weltregierung eine gewählte Regierung ist, und daß (wie es Artikel 1, Abschnitt 1 der US-Verfassung klar macht, wenn sie das „Recht zum Gesetze Erlassen“ dem gewählten Kongress und dem jetzt gewählten Senat überträgt) niemand für die Welt Gesetze erlassen oder der Welt Steuern aufzwingen soll, es sei denn jene, die von den Völkern der Welt durch eine universelle, geheime Wahl dazu gewählt worden sind.
Genau, und wir WISSEN, daß es so eine Sache wie eine freie oder faire Wahl nicht mehr gibt – überall sind solche Übungen nicht mehr als feststehende Zustimmungen zu denjenigen an der Macht, und was immer die beschließen, was zu geschehen habe, geschieht auf magische Weise, denn WAHLEN sind nicht nur einfach nicht mehr anwendbar, sie sind heutzutage total kontrolliert und sind gegenüber jedem daran Teilnehmenden ein Betrug – Kirwan.
Wie können wir, das Volk, das Sekretariat besiegen und die Demokratie, die wir lieben, erhalten? Einfach indem wir unsere gewählten Abgeordneten über den Geltungsbereich, das Bestreben und die Einzelheiten dessen, was im Cancún-Abkommen enthalten ist, informieren. Das Abkommen wird nicht als „Staatsvertrag“ bezeichnet werden, denn der Senat, besonders nach den Halbzeitwahlen, wird es nicht verabschieden. Aber es kann uns immer noch durch den stark linkslastigen Obersten Gerichtshof aufgezwungen werden, denn der erhebt schon längst keinen Anspruch mehr auf eine juristische Unparteilichkeit, und es könnte sein, daß er entscheidet – auch wenn dies der Kongress nicht tut –, daß das Cancún-Abkommen Teil des US-Gesetzes werden soll, mit der Begründung, daß es „internationales Gewohnheitsrecht“ sei.
Oder die Bevölkerung dieses Landes sollte in allen größeren Städten auf die Straße gehen und VERLANGEN, daß dieses gesamte Unternehmen annulliert werden müsse! Angesichts etwas so Wichtigem wie diesem hinüber zum durch und durch korrupten Kongress – das ist dasselbe wie sich einer einmarschierenden Armee ergeben: Dieses Abkommen ist so kriminell wie nur möglich, und wenn es bestätigt wird, so wird es auf jeden Fall dieses einst entwicklungsfähige Land zerstören – für immer! (k)
Was tun? Senden Sie diesen Blogtext Ihren Gesetzgebern. Es ist deren Macht, wie auch Ihre, die man wegnehmen will; deren Demokratie, wie auch Ihre, die von der Erde verschwinden wird, es sei denn, dieser sprießende Unsinn wird gestoppt.
http://www.rense.com/general92/repp.htm
Interview mit Professor Norbert Bolz über die Klimareligion
Nach meinem Artikel "Die Klimalüge als Ersatzreligion" habe ich mit Herrn Professor Norbert Bolz über seine These ein Interview geführt.
(Siehe auch Bericht von gestern : "Kulturzeit" über Klimaglaube, Ersatzreligion und Klimapropheten
Freeman: Vielen Dank Herr Professor Bolz für die Möglichkeit ihnen einige Fragen zu stellen. Können sie bitte erklären, was ist ihr Hintergrund, was haben sie studiert, was ist ihre Expertise?
Prof. Bolz: Philosophie, Religionswissenschaft, Germanistik, das waren meine Studienfächer. Promoviert habe ich in Philosophie, habilitiert wurde ich ebenfalls in Philosophie, das ist so mein Hintergrund.
Freeman: Und sie sind jetzt als Professor an der Universität Berlin tätig?
Prof. Bolz: Genau, an der Technischen Universität Berlin für Medienwissenschaft.
Freeman: Sie haben ja eine interessante These in einer Fernsehsendung geäussert, dass die Behauptung, es gebe eine von Menschen verursachte globale Erwärmung, zu einer Religion geworden ist. Wie sind sie darauf gekommen?
Prof. Bolz: Nun, was nicht überraschend ist wenn man Berliner ist, von einer atheistischen Grundhaltung der modernen Gesellschaft aus, glaube aber gleichzeitig, das eine Gesellschaft ohne einer Religion nicht funktionieren kann. Wenn also die traditionellen, sprich christlichen Religionen, die Menschen nicht mehr ansprechen, suchen sie nach Ersatzreligionen. Und die mächtigste der gegenwärtigen Ersatzreligion ist mit Sicherheit die grüne Bewegung, das Umweltbewusstsein, was sich heute konkretisiert in der Sorge um das Weltklima. Das man da von einer Ersatzreligion reden kann, das begründe ich im wesentlichen damit, dass man hier eine katastrophische Naherwartung hat und von einer Art inneren Umkehr der Weltbevölkerung sich die Rettung aus der nahen Katastrophe erhofft, mit all den Konsequenzen für unsern Lebensstiel und für unser Selbstverständnis. Also, man könnte sagen, seit die letzten sozialistischen Utopien verflogen sind, sind die Heilserwartungen jetzt eigentlich nur noch grün gefärbt.
Freeman: Heisst das für Sie, kommt diese Religion aus der Bevölkerung oder von den Vertretern der Klimaerwärmung? Ist sie von den Wissenschaftlern und der politischen Führung erfunden worden? Aus welcher Richtung kommt das?
Prof. Bolz: Das kommt nicht von den Wissenschaftlern und Politikern, sondern aus der Umweltbewegung selbst, die mal einen ganz anderen Anfangspunkt genommen hat, allerdings auch den einer Katastrophe. Damals war es die atomare Katastrophe. Und aus dieser Umweltbewegung heraus hat sich dieses neue Thema herauskristallisiert, mit dem „Global Warming“. Die Aktivisten sind schon seit Jahrzehnten auf unterschiedlichen Schauplätzen aktiv, wenn man an Greenpeace denkt oder ähnliche Nichtregierungsorganisationen. Aber die Dynamik, die diese Entwicklung hat, geht natürlich von Linksintellektuellen aus, also Leute die vor Jahrzehnten noch auf Sozialismus mit menschlichen Antlitz gesetzt haben und die jetzt auf die Rettung der Erde als ihr grosses Thema setzen. Und erst die ungeheure, wie soll man sagen, Suggestivkraft dieser Katastrophenvisionen, hat dann die Politiker anfällig gemacht für diese Ersatzreligion. Und sobald Politiker sich für ein Thema interessieren, sehen natürlich auch Wissenschaftler gute Chancen an Gelder zu kommen. Heute ist es mit Sicherheit die einfachste Art und Weise an Geld zu kommen, wenn man sich ein Projekt im Zusammenhang mit Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit ausdenkt. Wenn meine Kollegen sich treffen und überlegen, wie sie an Forschungsgelder kommen können, dann ist eine stehende Formel geworden, lass uns etwas über Nachhaltigkeit machen, irgendein Thema bei dem das Wort Nachhaltigkeit vorkommt, weil sie natürlich erkannt haben, das man damit die entscheidenden Politiker heute überall in der Welt ködern kann. Es ist so eine Art Vokabular des Gutmenschentums geworden, für das mittlerweile leider Gottes auch Wissenschaftler anfällig sind.
Freeman: Das heisst, es hat sich gegenseitig hochgeschaukelt.
Prof. Bolz: Ja, wie gesagt, Auslöser war sicher die Krise der politischen linken Intellektuellen in den späten 70ger, Anfang der 80ger Jahre, der sie gezwungen hat, ein neues Thema zu finden, vor allem dann nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Weltreichs brauchte die Linke dringend ein neues Thema, hat es dann in der Umwelt gefunden und die Energien dahin umgelenkt und es ist allmählich dann auch in die Politik, speziell in die Feuilletons und auch in die Wissenschaften eingedrungen. Insofern haben sie schon recht, nach einer gewissen Zeit hat sich das wechselseitig aufgeschaukelt, aus den Bereichen Medien, Wissenschaft und Politik.
Freeman: Das was wir schon immer vermutet haben, diejenigen die skeptisch über die globale Erwärmung sind, bzw. ob das CO2 daran schuld sein soll, wurden ja durch den Climategate-Skandal bestätigt. Das heisst, da wurden Zahlen und Temperaturdaten gefälscht und anderslautende Meinungen von Kollegen unterdrückt. Das ganze hat nicht wirklich mit Wissenschaft zu tun, sondern mit Glauben. Es wird richtig ein Dogma durchgedrückt. Und dann gibt es noch den sogenannten Ablasshandel mit den CO2-Zertifikaten. Das haben aber doch die Politiker erfunden.
Prof. Bolz: Ja, sie haben recht, die Politiker sind mittlerweile die Hauptakteure in diesem grossen Theaterspiel, das trifft durchaus zu. Sie dürfen auch nicht vergessen, viele dieser Politiker gehörten ja selber früher zu dieser Umweltbewegung dazu und gerade in Deutschland ist dieser Zusammenhang wirklich mit Händen zu greifen, zu sehen an der Biografie von einigen zentralen Politikern. Aber was sie sagen führt für mich in die entscheidende Richtung, nämlich das man es nicht nur bei einer gigantischen Propagandaschlacht belässt, die ja weltweite Ausmasse längst eingenommen hat, sondern das man wie in Zeiten der Inquisition all diejenigen die abweichende Meinungen vertreten geradezu verfolgt. Erst versucht man sie totzuschweigen, und wenn man sie nicht Mundtot kriegt, dann verfolgt man sie. Es gibt ja sogar schon Aufforderungen, gerade bei uns in Deutschland, der berühmtesten Klimaforscher in Richtung Politik, man sollte Politiker die dieses Szenario leugnen tatsächlich verfolgen, man sollte sie bestrafen. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass die Leugnung des Menschen verantworteten Klimawandels gleichgestellt wird mit der Leugnung des Holocaust, das man es ähnlich kriminalisiert. Und da bekommt die ganze Geschichte natürlich wirklich gefährliche Züge, wo die Wissenschaft nicht mehr auf der Seite der Gedanken- und Meinungsfreiheit steht, sondern auf der Seite der Inquisition.
Freeman: Richtig, denn in Grossbritannien haben oberste Politiker schon verlangt, das man die Leugnung verbieten muss.
Prof. Bolz: Genau. Das ist ja auch glaube ich was Herr Schellenhuber vom Potsdamer Institut der deutschen Regierung auch vorgeschlagen hat, das man die Leugnung der vom Menschen gemachten Klimaerwärmung unter Strafe zu stellen und disziplinarisch gegen diese Leute vorzugehen hat, was ja nichts anders als die Inquisition ist.
Freeman: Das ist ja sehr bedenklich, denn wir gehen dadurch zurück ins Mittelalter, wo nicht Aufklärung und freie Wissenschaft herrscht, sondern ein Dogma durchgesetzt wird.
Prof. Bolz: Ganz genau. Bis vor kurzem war jeder Wissenschaftler der Welt der Meinung, dass die sogenannte Falsifikation das Kriterium für die Wissenschaftlichkeit ist, also die prinzipielle Widerlegbarkeit von Hypothesen. Und die Klimaforschung hat mittlerweile, wie sie richtig sagen, ein Dogma entwickelt, dem man gar nicht widersprechen darf, also als unwiderlegbar und unfehlbar angesehen wird. Und das ist der glatteste Widerspruch zum Geiste der Wissenschaftlichkeit der sich denken lässt. Wir sind in dieser Debatte mitten im Mittelalter.
Freeman: Das ist aber nach meinen Recherchen nicht nur im Bereich der Klimaforschung so, sondern fast überall gleich. Ein typischer Fall ist die Panikmache vor einer Schweinegrippe Pandemie, wo aus wissenschaftlicher und auch behördlicher Seite etwas behauptet wurde, was völlig übertrieben und sogar gar nicht existent war.
Prof. Bolz: Sie haben vollkommen recht. Dahinter steckt ein wirklich sehr sehr bedenkliches Phänomen, nämlich die Instrumentalisierung der Wissenschaftler, also Gefälligkeitswissenschaft und gerade die Politiker halten sich mittlerweile geradezu Wissenschaftler, um ihre Politik mit dem Mäntelchen der Wissenschaftlichkeit schmücken zu können. Und das sich Wissenschaftler für derartiges hergeben, finde ich eine riesige Schande. Aber leider Gottes ist auch dieses Phänomen weltweit verbreitet, immer mehr meiner Kollegen sind zu solchen Gefälligkeitswissenschaften bereit.
Freeman: Das ist ziemlich erschreckend. Man fragt sich auch, wo das ganze Geld herkommt, damit zum Beispiel ein Film wie „Eine unbequeme Wahrheit“ produziert und millionenfach gratis verteilt werden kann und sogar in allen Schulen den Kindern gezeigt wird.
Prof. Bolz: Die Frage kann ich ihnen leicht beantworten. Das Geld kommt von unseren Steuern.
Freeman: Aha, denn das ist ja eine regelrechte Indoktrination im Grossformat die da stattfindet.
Prof. Bolz: Genau das ist der Fall. Umweltpolitik ist längst nicht mehr eine Politik die auf Alternativen trifft, sondern es ist eine Heilswahrheit. Deshalb meine These, das es sich um eine Ersatzreligion handelt. Und mit einer Religion die von der Wahrheit überzeugt ist, kann man auch nicht diskutieren, können sie auch nicht mit den Klimaforschern diskutieren.
Freeman: Jetzt ist es so, wenn wir die aktuelle Welt und die Geschichte anschauen, dann mag es von der Seite der Bevölkerung um eine Religion gehen, aber auf der Seite der Machthaber geht es ja immer um Macht, Geld und Kontrolle, darum geht es immer.
Prof. Bolz: Richtig. Diese ganze Klimahysterie ist natürlich ein fantastischer Vorwand für einen totalen Paternalismus und das sehe ich als eine sehr gefährliche Entwicklung in vielen Bereichen, auch im Gesundheitssektor, das überall Vaterstaat seine unmündigen Kinder an die Hand nimmt und sie zu ihrem Glück führen will. Für mich wird ewig die 100 Watt Glühbirne das leuchtende Symbol für diesen Wahnsinn sein, das man den Leuten verbietet gewisse Glühbirnen zu kaufen oder sie herzustellen, um die Welt zu retten. Dass das ohne weltweites homerisches Gelächter über die Bühne gehen konnte zeigt, wie verstrickt wir schon in dieser neuen grünen Weltreligion sind. Man weis oft nicht, soll man weinen oder soll man lachen.
Freeman: Jetzt sind ja mittlerweile durch den Climategate-Skandal die Medien gezwungen worden, etwas über den Betrug zu berichten, auch in den deutschen Medien. Meinen sie da kann jetzt eine Korrektur durch diese Aufdeckung der Fälschungen und Lügen stattfinden?
Prof. Bolz: Das glaub ich nicht. Denken sie zurück an Brent-Spar, wo eindeutig feststand und in allen Medien veröffentlicht wurde, das Shell recht hatte und Greenpeace sich getäuscht hatte. Das hat aber an der Einschätzung der Bevölkerung gegenüber Greenpeace und Shell überhaupt nichts geändert. Das heisst, die wissenschaftliche Wahrheit wird hier kaum weiterhelfen, solange es ein tiefes Glaubensbedürfnis gibt. Die Leute wollen daran glauben und sie werden auch durch widerlegende Fakten in diesem Glauben nicht irre werden. Vor allen Dingen, weil wie sie richtig bemerkt haben, es sich nicht nur um eine Glaubenssache handelt, sondern eine Multimilliarden Dollar Angelegenheit und die Regierungen der Hälfte der Welt stecken dort tief drin, so das ich mir kaum vorstellen kann, das auf dem Wege der Aufklärung, hier wesentliche Veränderungen möglich sind. Ich würde mich freuen wenn ich mich da irre.
Freeman: Das klingt ziemlich heftig. Sehen sie denn Al Gore und den Chef der IPCC Rajendra Pachauri als die Hauptgurus dieser Bewegung?
Prof. Bolz: Durch ihre hervorgehobene Position mit Sicherheit. Wer aber genau die Schlüsselposition einnimmt weis ich auch nicht. Ich glaube, wenn man genauer hinschauen würde, könnte man schon unterscheiden, zwischen seriöser Klimaforschung, die aber mehr oder minder im Schatten bleibt und sogar vom Grossteil der Kollegen getragen wird, und einigen Leute die sich ganz und gar dieser Religion verschrieben haben, um im Auftrag der Regierungen ihre Katastrophenvisionen zu entwickeln. Aber natürlich hat Al Gore als gescheiterter Politiker hier eine fantastische Möglichkeit erkannt, sich zum Propheten des Weltuntergangs zu stilisieren und insofern ist er eine Schlüsselfigur.
Freeman: Er wird ja auch als der erste CO2-Milliardär bezeichnet und verlangt horrende Gagen für seine Auftritte, die in die mehrere Hunderttausend Dollar gehen. Er reist gerade durch Deutschland und verlangt über 1'000 Euro pro Eintrittskarte.
Prof. Bolz: Wenn es um das Heil der Seele geht und das Heil der Welt ist kein Preis zu hoch.
Freeman: Das ist schon sehr bedenklich was da abgeht. Jetzt Sie persönlich, wenn ich Sie fragen darf, halten Sie CO2 für den grossen Klimakiller?
Prof. Bolz: Ich bin ja ein Laie und kein Klimaforscher, ich interessiere mich mehr für die Hysterie als für die Zahlen hinter der Behauptung einer Klimaerwärmung. Da muss man sich auf die Sachverständigen verlassen. Aber, was man sehr sehr deutlich erkennen kann, ohne Fachmann zu sein, ist die Art und Weise wie mit diesen Statistiken und Befunden umgegangen wird und das ist im höchsten Masse unseriös. Und deshalb bin ich, wenn ich es so formuliere, extrem skeptisch über der vorherrschenden Interpretation und ich habe schon zahlreiche ganz gegenläufige Interpretationen gelesen, die davon ausgehen, dass das was die Menschen zur Entwicklung des Klimas beitragen verschwindent gering ist, im Vergleich zu den Faktoren die wirklich das Klima beeinflussen, wie die Sonne oder die Vulkaneruptionen und ähnliches mehr. Auch die Unbestimmtheit im Zusammenwirken der Vielzahl von verantwortlichen Faktoren ist offenbar so hoch, das man seriös gar keine Prognosen abgeben kann.
Freeman: Jetzt haben sie diese Tatsache, es gibt eine Klimareligion, in die Öffentlichkeit gebracht. Was meinen sie kann man dagegen tun?
Prof. Bolz: Ich würde meinen kleinen Fernsehauftritt, den man auf Youtube sehen kann, und Sie mit ihrem Blog, tun meines Erachtens genau das was man einzig und allein tun kann, nämlich den Menschen die im Grunde eine ähnliche Empfindung haben, aber sich bisher nicht getraut haben gegen die politische Korrektheit ihre Meinung kundzutun, oder ihre Skepsis kundzutun, denen ein bisschen Mut zu machen. Ich glaube das funktioniert auch im gewissen Umkreis. Ich treffe doch häufiger Leute die sagen, Mensch ich habe mir das auch schon so ähnlich gedacht, aber man traut sich ja gar nicht darüber zu reden. Und das ist ja eigentlich das verheerende an dieser gesamten Entwicklung, das viele Menschen sich über viele wichtige Themen gar nicht mehr trauen den Mund aufzumachen. Diese Atmosphäre der Angst, die eigene Meinung zu vertreten gegen die politisch Korrekten, das ist der eigentliche Jammer. Und ich denke, Sie genau so wie ich, versuchen ganz klein wenig diesen Leuten das Rückgrad zu stärken, um ihnen zu sagen, vertrete deine Meinung, hab keine Angst, es gibt viel mehr die ähnlich denken wie du.
Freeman: Wie meinen sie, was kommt da auf uns zu? Ich kann ihnen nämlich berichten, einer meiner Kinder im Naturkundeunterricht, als es einen Aufsatz geschrieben hat, der anders lautete als die Lehrmeinung wegen der Schuld des CO2, wurde eine ganz schlecht Note gegeben. Das heisst also, es gibt Konsequenzen, da werden Sanktionen verhängt, man darf keine Gegenthese äussern. Wie soll das in Zukunft weitergehen?
Prof. Bolz: Ich sehe nicht, das man einer Religion gegenüber, die so von ihrer Wahrheit überzeugt ist, mit Toleranz rechnen darf und es wird diese Intoleranz sich eher noch verschärfen. Was sie ihren Kindern sagen müssen und was ich auch meinen Kindern rate ist, man muss heute so intelligent sein, das man sich sein eigenes Urteil bewahrt, aber praktisch nicht ins offene Messer rennt, mit dem was man sagt und mit dem was man schreibt. Vor allem Schüler sollten immer vor Augen behalten, das Lehrer oft recht einfache Menschen sind, die sehr leicht zu indoktrinieren sind, und die dann mit Zelotentum auf abweichende Meinungen reagieren. So klug muss man sein und das muss man lernen, um seine Energien nicht sinnlos mit der politischen Korrektheit zu verbrauchen.
Freeman: Sie sagen, man muss sich genau so verhalten wie in einem totalitären Staat, wie früher im Kommunismus, wo man ein Doppelleben führen musste oder zwei Gesichter hatte.
Prof. Bolz: So sehe ich das und ich versuche das meinen Kinder beizubringen. Ich sage ihnen, versucht herauszufinden, ob es eine dogmatische Meinung gibt bei bestimmten Fragen und wenn es sie gibt, versucht herauszufinden, ob es wert ist alles aufs Spiel zu setzen, die eigene Meinung zu vertreten, oder ob es besser ist sich klug zurückzuhalten. Aber das ist ja das schöne eines Bloggers wie Sie es sind, oder die eines Universitätsprofessors wie ich es bin, wir können es uns erlauben unsere Meinung doch noch zu formulieren. Aber ich sag ihnen ganz offen, es gibt sehr sehr viele Fragen, wo sogar mein eigener Arbeitgeber signalisiert hat, ich sollte mich in meinen öffentlichen Meinungen stärker zurückhalten.
Freeman: Das kann ich mir vorstellen. Es läuft ja mittlerweile mit vielen Themen so, ob das den Krieg in Afghanistan betrifft oder überhaupt den Krieg gegen den Terror, den sogenannten, den Sinn und die Rechtmässigkeit darf man auch nicht anzweifeln.
Prof. Bolz: Da haben sie vollkommen recht. Es gibt eine Fülle von Themen die dogmatisch behandelt werden, wo wir unendlich weit vom Geist der Aufklärung entfernt sind. Das ist wirklich bedrückend. Und was mich als Wissenschaftler dabei vor allen Dingen quält ist, das viele meiner Kollegen nicht dagegen kämpfen, sondern sogar auf der Seite der Dogmatik stehen. Das ist für mich besonders bitter.
Freeman: Wie sehen sie die Rolle der Medien in diesem ganzen Spiel?
Prof. Bolz: Die Medien haben leider Gottes keine Aufklärungsaufgabe, das ist nur ein Fassadenschwindel, eine Schaufensterrhetorik. Medien sind abonniert auf Katastrophen und Sensationen. Wenn man jemand vom Fernsehen sagt, ich habe eine tolle Nachricht für sie, es ist mit dem Ozonloch gar nicht so schlimm, dann wird man auf Achselzucken treffen. Umgekehrt, hätte man eine schlechte Nachricht, wie das Ozonloch hat sich vergrössert, wäre die Begeisterung riesen gross. Sie haben kein Interesse an Aufklärung, Ausgewogenheit oder gar Skepsis. Sie wollen nur Sensationen und Katastrophen und da werden sie bestens bedient von der Klimadiskussion.
Freeman: Sie erfüllen nicht ihre Aufgabe als vierte Säule im Staat.
Prof. Bolz: Jedenfalls nicht in Form von Aufklärung oder kritischer Betrachtung von Ereignissen. Was an Kritik in den Massenmedien übriggeblieben ist, beschränkt sich auf Enthüllungsjournalismus und banalen Themen.
Freeman: Können sie abschliessend sagen, was sie meinen Lesern für die Zukunft raten können oder wie sie sich verhalten sollen?
Prof. Bolz: Ich bin insofern ganz optimistisch, viele Menschen sind nicht mehr nur auf die Massenmedien im klassischen Sinne angewiesen, sondern das Internet ermöglicht tatsächlich, erstens das Menschen zu Wort kommen, die eine abweichende Meinung haben und zweitens, das sich Menschen organisieren können, über Landesgrenzen hinweg, die sich von bestimmten Dogmen der öffentlichen Meinung nicht mehr einschüchtern lassen. Und die Selbstorganisation der Vernunft im Internet, ist für mich ein echter Grund zur Hoffnung. Deshalb sag ich ihren Lesern, vertrauen sie weniger dem was sie im Fernsehen heute Abend wieder zu hören und zu sehen bekommen und interessieren sie sich mehr für die abweichenden Meinungen, für die wir endlich ein Medium gefunden haben.
Freeman: Herzlichen Dank Herr Professor Bolz.
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