(- Die Fragen sind kursiv geschrieben)
Die Show geht weiter
Hallo, hier ist wieder euer Rudi, der Carrell.
Hurraaa, ich lebe noch! Und nun will ich euch mal wieder mit
einer kleinen Lektion aus dem Fach „Jenseitskunde“ beglücken.
-Hallo Rudi, ich freue mich riesig, wieder von Dir zu hören.
(Unser erstes Gespräch fand im Juli 2006 statt)
Ich will hier keine Anekdoten und Zoten aus meinem
vergangenen irdischen Leben als Rudi Carrell erzählen, darüber
gab es genug zu meinen Lebzeiten zu lesen, fast alle Details
meines Lebens und meiner Arbeit sind hinreichend bekannt.
Und ich habe nur noch hinzuzufügen, dass ich gerne gelebt
habe und eigentlich auch nichts Schlimmes zu bereuen habe.
Ein paar Dinge schon- aber im Grossen und Ganzen habe ich
immer versucht, ehrlich zu sein und habe alles gegeben, was
ich geben konnte, und habe mit Freuden genommen was ich
erhalten konnte. Und dies war ganz besonders die Liebe und
Zuneigung von meinem Fernsehpublikum, sowie natürlich auch
die von meiner Familie.
Es ist mir ein Bedürfnis und eine Freude jetzt aus und über das
sogenannte „Jenseits“ mit euch zu reden, was in Wahrheit gar
nicht so weit weg und oben im Himmel ist, sondern ganz nah
bei euch, quasi in einer für euch nicht sichtbaren Sphäre oder
Dimension. Ich will euch davon erzählen, dass der Tod gar nicht
so schrecklich ist und schon gar nicht ein absolutes Ende der
persönlichen Existenz bedeutet.
Ich möchte allen Menschen, die Angst vor dem Sterben
haben,mit meinen Worten Hoffnung geben. Denn der Tod
ist nur das Ende des irdischen, fleischlichen Körpers,
aber das ICH -die Seele- lebt ewig weiter.
Zu Lebzeiten habe ich mir nie grosse Gedanken über das
Sterben gemacht, dazu habe ich zu gerne gelebt, und eigentlich
auch nicht so recht an ein Leben nach dem Tod geglaubt.
Gewünscht habe ich mir das schon, aber der rationale Verstand
hat sich so etwas halt nicht vorstellen können oder wollen. Erst
einige Wochen vor meinem Ableben habe ich im Schlaf Träume
von „Zu Hause“ gehabt, von jenem, was man auch als Jenseits,
Himmel oder die ewigen Jagdgründe bezeichnet.
Ich begegnete Anke, meinen Eltern und noch einigen anderen
verstorbenen Bekannten und Verwandten, und die nahmen
mich mit auf ganz tolle Reisen. Sie zeigten mir im Traum, wie
schön es dort ist und wie gut es ihnen allen geht. Zuerst hielt
ich das alles für schöne, klare Träume, aber irgendwann sah ich
ein grosses, wunderbar helles Licht und ich WUSSTE, ja
erkannte, dass ES das ZU HAUSE war, das Licht von Gott,
unserem Schöpfer. Dieses Licht war in den letzten 4 Wochen
ständig bei mir und ich verstand, dass ich bald gehen würde
und dass ich diesem Licht folgen musste. Ich hatte überhaupt
keine Angst, und je mehr ich über dieses Licht nachdachte,
umso stärker wurde es. Es strahlte unendlich viel Liebe und
Wärme aus und es kam auch ein Tag, an dem ich mich das
erste Mal freute, richtig toll freute wie ein kleines Kind, dass ich
bald dahin zurückkehren durfte.
-Ähnliches habe ich einmal in einer TV-Sendung gesehen, in
der Menschen über ihre ausserkörperlichen Erlebnisse während
der Operation erzählten.
Ja, ihr könnt jenen Nahtod-Erfahrungs-Berichten glauben. Ich
bin jetzt kein Experte in Jenseitskunde geworden, denn dies ist
nicht nötig, man erinnert sich langsam wieder daran, an sein
anderes Leben auf der anderen Seite. Im Leben auf der Erde im
Körper muss man leider diese schöne Heimat vergessen.
-Warum ist das so?
Na, sonst würden viele doch sofort wieder zurück wollen, wenn
im irdischen Leben nicht alles so klappt, wie sie es sich
vorgestellt haben. Oder anders gesagt, viele würden auch von
Heimweh geplagt werden und könnten sich so am irdischen
Dasein nicht richtig erfreuen.
-Wozu leben dann überhaupt die Seelen in menschlichen
Körpern auf der Erde, wenn es dort so wunderschön ist?
Hm, jaaa... das ist schwer zu glauben... weil wir uns auf Dauer
im Himmel oder Jenseits langweilen.
-Wieso das? Ohne materiellen Körper kann man doch viel mehr
anfangen, durchs Universum fliegen, hat keine Sorgen und
Probleme, man muss nichts essen, braucht kein Geld usw.
Naja, ich vergleiche es mal mit irdischen Dingen. Die wenigsten
Menschen leben ihr ganzes Leben lang am gleichen Ort und nur
mit ein und demselben Partner zusammen, oder arbeiten
immer und ewig im gleichen Job. Wenn Du als Seele ewig in
diesem körperlosen Zustand lebst kannst Du überall hin. Ja,das
ist toll, aber irgendwann kennst Du alles. Dann suchst Du nach
anderen Möglichkeiten. Und dies bietet das Leben in einem
fleischlichen Körper auf einem materiellen Planeten. Und noch
mehr ist auf einem Planeten der Dualität möglich, so wie auf
der guten, alten Erde. Hier besteht das Leben aus viel
Abwechslung, aus Bewegung, Action, Erlebnissen und vor allem
aus Gefühlen. Die Seelen benutzen den Planeten Erde
sozusagen als Erlebnispark oder Abenteuer-Spielplatz, wo sie
alles ausleben können, was im Himmel nicht möglich ist.
-Und was ist im Himmel nicht möglich?
Mit einem festen, fleischlichen Körper die Materie zu erleben
und zu erforschen, zu leben, zu atmen, zu lachen, zu essen, zu
lieben, ja auch zu weinen und zu leiden. Diese Vielfalt an
Emotionen kann man im nur-energetischen Zustand ohne
Körper nicht erleben. Immer nur Harmonie, Licht, Liebe,
Friede,Freude, Eierkuchen... ist in aller Ewigkeit wirklich öde.
-Interessant, ich dachte immer, es wäre umgekehrt.
Wie geht das Sterben vor sich und was erlebt man dabei?
Da gibt es die Mär vom bösen Sensemann und dass man in das
Fegefeuer oder gar in die Hölle kommt, wenn man nicht artig
war. Aaber - das stimmt so nicht! Ich war immer artig und nur
ein kleines Sünderlein, darum bin ich gleich in den Himmel
gekommen. Hm, kleiner Scherz. Nein, so einfach ist das nun
doch nicht.
Es gibt ein Sprichwort : „Dir geschieht nach Deinem Glauben“
und dies sollte sich jeder dick hinter die Ohren schreiben oder
auf den Spiegel im Bad. Denn der Glaube ist eine sehr
entscheidende Sache, gerade beim Sterben. Dies hat nichts mit
einer bestimmten Religion zu tun, obwohl die der Ursprung von
manchen, unsinnigen Glaubenssätzen sind. Pardon, liebe
Gläubige, ich will euch nicht verärgern oder gar den kirchlichen
Glauben niedermachen, ich sage nur die Wahrheit.
Ich habe es ja am eigenen Leib bzw. Seele erfahren, dass -
wenn man vor dem Sterben friedlich mit dem Leben
abschliesst, nichts zu bereuen hat und die geliebten Menschen
loslassen kann, und vor allem, wenn man nicht an die Existenz
von Teufel, Fegefeuer oder Hölle glaubt, so wie ich- dass man
mit diesen Dingen beim Sterben dann auch nicht konfrontiert
wird. Wenn ein streng Gläubiger beim Sterben nach Jesus ruft,
wird Jesus kommen oder Mutter Maria, wenn aber einer Angst
hat und meint, dass er wegen seiner Schandtaten nun wohl in
der Hölle schmoren muss, dann wird er sich prompt in einer
höllenähnlichen Umgebung nach dem Verlassen seines Körpers
wieder finden. Du erschaffst mit Deinen Gedanken und Deinem
Glauben, besonders mit Deiner Angst, eine Realität im Jenseits,
aber auch oft schon zu Lebzeiten auf der irdischen Ebene.
-Also landen nicht alle Verstorbenen automatisch im
wunderschönen, friedlichen Himmel (oder himmlischen
Jenseits), wo sie an der Himmelspforte anklopfen müssen und
Petrus ihnen öffnet?
Nein, leider nicht, das ist nur ein Märchen. Manche Verstorbene
sind so vernagelt, dass sie nicht wahrhaben wollen, dass sie
verstorben sind und sie gehen sofort zurück zu ihrem Haus und
wollen ihr altes Leben so weiter führen wie bisher. Oder auch
Unfallopfer, die plötzlich aus dem Leben gerissen werden, tun
dies oft. Und dann bekommen sie Panik, wenn sie merken, dass
ihre Lieben sie nicht mehr sehen und hören können und
verursachen dann Spuk, um damit ihre Aufmerksamkeit zu
erlangen.
-Ooh-ja, das habe ich auch erlebt und es hat schon eine Weile
gedauert, bis ich begriffen habe, dass es meine verstorbene
Mutter war. Und ich habe im Laufe meiner Praxis auch erlebt,
dass Verstorbene sich an noch lebende Menschen heften. Ist
das eher die Ausnahme?
Nein, das geschieht leider sogar sehr häufig, dass sich solche
-ich nenne sie mal Geister- an ihre Verwandten klammern, und
so versuchen, weiterhin am irdischen Leben teilzunehmen. Dies
nennt ihr Fremdbesetzung oder Besessenheit.
Ein uraltes Problem, dem Priester und Schamanen schon seit
Jahrtausenden beizukommen versuchen. Das ist alles nicht sehr
toll für den Verstorbenen und schon gar nicht für den besetzten
Menschen, der sich dadurch oft zum Negativen verändert und
sich selbst nicht mehr versteht.
Nur ein Beispiel: Ein Verstorbener, der den Alkohol geliebt hat,
wird nun den besetzten Menschen dazu animieren, ebenfalls
viel Alkohol zu trinken, damit er diese Rauschzustände nun
weiterhin durch ihn erleben kann. Über solche Sachen gibt es
auch einige Bücher und ich will es nicht allzu ausschweifend
behandeln. Vielleicht noch die Bemerkung, dass man solche
Fremdbesetzungen nur mit guten und medial begabten
Therapeuten auflösen kann, aber solche Menschen sind leider,
im Verhältnis zu der Zahl der Besetzungen, sehr selten.
-Warum passiert so etwas überhaupt?
Es ist ein trauriges Ergebnis des in den letzten Jahrzehnten sich
ausbreitenden Atheismus und in den vergangenen
Jahrhunderten war es das Ergebnis der besonders durch
kirchlichen Glauben geschürten Ängste. Wer also glaubt, dass
es weder Gott noch Jenseits gibt, und sich ängstlich an sein
altes Leben klammert, wird den Weg dorthin nicht finden. Wer
glaubt, dass er soviel Schlechtes getan hat und meint, dafür
nun in der Hölle zu landen, wird dies so erleben. Wer an Engel
und Gott glaubt, wird von Engeln abgeholt und wer wie ich
nicht an was spezielles glaubt, aber sich friedlich auf sein Ende
einstimmen kann, der wird von verstorbenen Verwandten und
Freunden aus dem Jenseits abgeholt und auf dem Weg dorthin
begleitet.
-Wohin genau?
Ich kann nur jedem empfehlen, den Film „Hinter dem Horizont“
mit Robin Williams in der Hauptrolle anzusehen. Dort werden
sehr real und ausführlich die Erlebnisse von Verstorbenen im
Jenseits dargestellt und wie sie sich dort ihre eigene Realität
durch ihre Gedankenwelt erschaffen. Es ist wirklich so, dass
diejenigen, die nur an das Böse glauben und weiterhin in Angst
oder Zorn verharren, sich damit selbst eine Art energetisches
und holografisches Gefängnis bauen. Dasselbe geschieht mit
Süchtigen, die nicht von ihrer Sucht lassen wollen. Die können
sich dort für alle Ewigkeit besaufen und damit selig sein. Jedoch
wenn sie nicht mehr wollen, dann müssen sie um Hilfe bitten,
denn Gott achtet auch ihren freien Willen und greift nicht
ungebeten ein.
-Und wie hilft Gott denen dann aus ihrer Misere heraus?
Er schickt verstorbenen Verwandte und Freunde zu ihnen, und
wenn das nichts nützt, dann auch licht- und liebevolle Engel.
Sie alle werden diese Seelen überzeugen und in andere,
schönere Sphären bringen, wo sie sich erholen und weiterbilden
können.
-Sag bloss, dass es dort auch so etwas wie Schulen und
Krankenhäuser gibt!
Natürlich. Viele Seelen, die hier ankommen sind krank.
Geschädigt durch irdische Giftstoffe von Süchten und Drogen,
oder sie haben depressive Zustände mitgebracht, irgendwelche
alte Traumen und Ängste usw. Sie können, wenn sie das
wollen, hier in Erholungs- oder Kurheime gehen, sich ausruhen,
ausschlafen und ihre Seele mithilfe von Licht reinigen. Sie
können mit anderen Seelen ihre vergangenen Leben bereden,
ihre Lebensfilme ansehen und die Dinge, die sie als Fehler
bezeichnen analysieren. In vielen Fällen wollen sie auch schnell
wieder auf der Erde neu inkarnieren, also wiedergeboren
werden, um ihre Fehler und bösen Taten wieder gutzumachen.
Das, was sie anderen angetan haben wieder löschen, indem sie
sich dasselbe von anderen antun lassen, oder was ganz tolles
vollbringen. Das nennt man Karma-Ausgleich.
-Aber wenn es doch nur ein Spiel ist, wozu dann das alles?
Das gehört zu den derzeitigen Spielregeln auf dem Planeten
Erde. Die Spieler brauchen Regeln, damit das Spiel fair gespielt
werden kann, wie beim Fussball. Und zur Weiterentwicklung
kann man hier auch Schulen besuchen. Es ist fast so wie auf
der Erde, die noch sehr jungen Seelen haben mehr zu lernen,
als die alten und erfahrenen.
-Da fällt mir ein, Du warst doch Kettenraucher und bist an
Lungenkrebs gestorben. Fühltest Du da diese Beschwerden
immernoch und bist Du da auch gleich in ein himmlisches
Erholungsheim gebracht worden?
Nein, ich habe dies erst später getan, denn ich musste erst
noch mal zurück auf die Erde, weil mich die übermässige Trauer
aller Menschen, die mich geliebt und verehrt haben, nicht los
liess. Ich wurde sozusagen von den energetischen Bindungen
meiner lieben Hinterbliebenen wieder hinunter gezogen.
Dies ist auch so ein schlimmes Kapitel. Der Verstorbene fühlt
sich erlöst und frei, freut sich riesig, wenn das Licht immer
näher kommt… und dann kommt er nicht weiter, weil ihn die
lieben Hinterbliebenen mit ihren heftigen Gedanken und
Gefühlen zurück beamen. Das ist nicht so toll und ich möchte
es hier ganz laut heraus schreien, damit es alle Menschen auf
der Erde hören:
HÖRT AUF MIT DIESER UNSINNIGEN TRAUER UND FLENNEREI
UM DIE VERSTORBENEN! FREUT EUCH LIEBER, DASS SIE ES
ENDLICH GESCHAFFT HABEN UND DASS SIE IN DIESEM
WUNDERVOLLEN JENSEITS EIN NEUES LEBEN BEGINNEN
DÜRFEN. DER TOD IST NUR DAS ENDE DES FLEISCHLICHEN
KÖRPERS AUF DER ERDE, ABER DIE SEELE LEBT IMMER UND
EWIG ,UND SO LANGE ES GOTT GEFÄLLT.
In dieser Zeit bin ich auf der Erde herumgegeistert und habe
versucht, mich bei meinen Lieben bemerkbar zu machen. Ich
wollte ihnen beweisen, dass ich doch noch lebe, aber sie haben
meine Zeichen nicht verstanden.
-Was denn, hast Du etwa gespukt? Und in welcher Weise?
Zum spuken gibt es sehr viele Möglichkeiten. Du kannst den
Menschen um die Ohren schwirren, sie an der Nase kitzeln, sie
an den Haaren zupfen, ihnen Papier vom Schreibtisch pusten,
ihre Haustiere necken, sie im Schlaf ansprechen, sie anrufen,
die Glühbirnen und Neonröhren zum flackern bringen, TV und
PC stören, und man kann sie auch mit etwas zuviel Spuk-
Energie zerstören, aber das habe ich nie getan. Aber der ganz
arge Polterspuk, also das Herumwerfen von Gegenständen, war
mir zu anstrengend, der Geist braucht dafür viel Energie. Ich
wollte ja niemanden erschrecken, sondern nur auf mich
aufmerksam machen. Aber sie wollten es nicht wahrhaben,
obwohl einige es in Erwägung zogen, dass da womöglich der
Rudi sein Unwesen treibt. Leider kann man auch nicht direkt
mit den Lebenden reden, nur auf telepathische Art, so wie ich
es mit Dir mache.
-Ja, und Du hast Dich sogar kurz vor mir gezeigt. Ich sah Dich
in einem hellblauen Anzug. Wieso hast Du dies nicht bei all den
anderen auch so gemacht?
Das funktioniert nur bei medial veranlagten Menschen, so wie
Du einer bist. Du kannst die Geister und Engel sehen und
hören. Und weil Du so skeptisch warst, habe ich all meine bis
dahin wieder entdeckten „Geistfähigkeiten“ aufgeboten und
mich sozusagen leicht vor Dir materialisiert, so dass Du mich
erkennen konntest. Das war sehr, sehr energieaufwändig und
anstrengend für mich. Hm, wie soll ich dies nur beschreiben?
Ich musste quasi die Lichtatome meines energetischen Körpers,
der sich um die Seele befindet, verdichten, damit Du ihn sehen
konntest. Und dazu habe ich auch ein wenig von Deiner Energie
geklaut, was Du aber gar nicht bemerkt hast. Einfacher wäre es
gewesen, Dir ein gedankliches Bild zu senden, aber Du hast
mich ja zuerst nur für einen Foppgeist gehalten und dicht
gemacht.
-Als Medium muss man vorsichtig sein und dann war es für
mich auch etwas komisch, denn zuvor bin ich überwiegend von
Engeln und Aufgestiegenen Meistern kontaktiert worden. Mit
Verstorbenen hatte ich zwar auch schon Kontakte, aber dass
der berühmte Rudi Carrell sich meldet, damit habe ich natürlich
nicht gerechnet. Und schon gar nicht so kurz nach seinem
Ableben und mitten am hellichten Tag. Die meisten Seelen tun
dies nachts, wenn die Umwelt ruhiger ist. Da ist es auch für
mich leichter, die Botschaften zu empfangen, weil da viele
elektrische Störquellen ausgeschaltet sind.
Und ich habe Dir bewiesen, dass es auch am Tage geht. Und
unser Interview lief doch wie geschmiert - so wie jetzt auch.
-Kannst Du bitte noch genau den Vorgang des Sterbens
beschreiben?
Erinnert ihr euch an den Hit von Falco, (war das 1998?): „Out
of the dark… into the light…“ (raus aus der Dunkelheit hinein
ins Licht)…“Ich kann es sehen, das weisse Licht kommt näher
Stück für Stück,… muss ich denn sterben um zu leben…“ So in
etwa kann ich mich noch an den sensationellen Text erinnern.
Er hat seinen Tod vorausgeahnt und dieses Lied beschreibt
genau jenen Vorgang, dieses „Licht sehen und ins Licht gehen“,
nach Hause in die Nähe von Gott und nach Hause zu den
anderen verstorbenen, geliebten Menschen, also nach Hause
zur himmlischen Familie.
Ich hatte keine Schmerzen mehr, wurde ganz ruhig und bin
dann irgendwann fest eingeschlafen. Dann gab es plötzlich
einen Ruck und ich (die Seele) schwebte aus dem Körper
heraus, durch den Kopf. Ich fühlte mich sehr seltsam und dann
sah ich von oben meinen Körper, den blassen und
verschrumpelten, im Bett liegen und wunderte mich. Ich dachte
noch: „Mensch Rudi, bist Du besoffen? Du hast doch aber gar
nichts getrunken! Nee, dann muss das wohl ein verrückter
Traum sein.“
Bis ich irgendwann kapiert habe, dass dieser komische Zustand
absolut real war und dass ich plötzlich sensationelle Dinge
machen konnte. Ich konnte schweben,durch alle Wände und
Decken hindurch, konnte gleichzeitig in alle Zimmer schauen.
Endlich war ich raus aus diesem Scheiss-Körper!
-Aber Rudi! Du benutzt ja noch immer solche irdischen
Kraftausdrücke!
Wieso nicht? Ich bin doch noch immer ICH, dasselbe alte
Arschloch. Ich bin nicht plötzlich zu einem vornehmen Engel mit
goldenen Flügeln und Heiligenschein mutiert. Die Vorstellung,
dass man nun hier als halbnacktes und pausbäckiges Engelein
artig harfespielend auf einer rosa Wolke sitzt und nur noch
„Lujah-Lujah“ singt, ist total irrwitzig. Das haben die Menschen
früher den kleinen Kindern erzählt oder die frommen Hirten
ihren gläubigen Schäflein. Nee,nee, so ist das zu Glück nicht.
Kennst Du den alten Zeichentrickfilm, wo der Engel Aloisius auf
der Wolke sitzt, missmutig an seiner Harfe zupft und singt:
„Luja, sag i, luja, luujaaah...“Den fand ich supertoll,einfach
klasse.
-Ja, den kenne ich. Der Engel wurde dann als Bote mit einem
Brief von Gott an die bayerische Regierung zur Erde geschickt.
Natürlich konnte er nicht widerstehen und ist zuerst ein paar
Mass Bierchen trinken gegangen(ich glaube im
Hofbräuhaus)...und die Regierung erhielt nie den Brief mit
Gottes Ratschlägen.
Und dort sitzt er noch heute und geniesst eine Mass nach der
anderen...
-Was? Gibt es den Boten Aloisius denn wirklich?
Freilich, und nicht nur ihn allein. Kein Wunder, dass viele
Regierungen auch heute noch -und wohl bis in alle Ewigkeitvergebens
auf die göttlichen Eingebungen warten.
(Rudi lacht schelmisch)
Ooh, Ich könnte euch da ein paar tolle Sachen erzählen,
welcher Politiker mit wem, wann und wo, was gekungelt hat.
-Lieber nicht, bitte keine Politik. Erzähle lieber, wie ging es
dann weiter nach dem Herausschweben aus Deinem sch…toten
Körper?
Es war einfach toll! Unbeschreiblich diese Freude, denn es
kamen meine verstorbene Frau Anke und meine Mutter. Sie
sagten, dass ich nun tot sei und begleiten mich zusammen mit
jenem Licht zu einer mit Blumen geschmückten Brücke. Nach
dem Überqueren habe ich auf der anderen Seite noch mehr alte
Bekannte getroffen. Wir haben uns alle riesig gefreut, uns
umarmt und getanzt. Was heisst getanzt, geschwebt und
gewirbelt wäre die richtige Bezeichnung. Du kannst plötzlich
fliegen wie ein Vogel, laufen und springen wie ein junges Reh.
Alles machen, was auf Erden mit dem alten, gebrechlichen
Körper nicht mehr oder gar nie möglich war.
Wir befanden uns auf einer wunderschönen Sommerwiese mit
vielen bunten Blumen, Schmetterlingen und zarten Klängen,
von Geigen,Harfen und Glöckchen. Kurz und gut – es war
paradiesisch. Nee, es ist DAS Paradies, nach dem wir uns zu
Lebzeiten immer alle so sehr sehnen.
Meine geliebte Mutter hatte mir vor Jahren schon ein paar
Wochen vor ihrem Ableben Hinweise gegeben, dass alles
wunderschön sei, dort in jener wahren Heimat, und ich habe
damals noch nicht daran geglaubt, hielt es für ihre Träume.
Erst als ich das letzte Mal im Krankenhaus lag, erinnerte ich
mich wieder an ihre Worte und ich habe mich riesig gefreut und
gefühlt -ja im Grunde meines Herzens gewusst- dass ich sie
bald wiedersehen werde. Dies erklärt auch meine Witzigkeit
noch im Krankenbett. Das war keine Show eines Vollprofis,
sondern einfach meine Freude auf das neue Leben, auf das
neue, himmlische Leben nach dem irdischen Tod.
-Wie schön, ich wünsche allen Menschen, dass sie so eine
Einstellung haben mögen, wie Du sie hattest. Und natürlich
solche schönen Sterbeerfahrungen.
Ich kann nur jedem empfehlen, glaubt daran, denn die Seele ist
unsterblich. Ich – der olle Carrell- habe dies erfahren dürfen
und verkünde es hier nun voller Freude:
Die Show geht weiter, auf einer anderen, schönen und
grösseren Bühne, mit tollen Kulissen, mit riesigen
Scheinwerfern aus weissem Licht, und mit einem grossen
Team, einer himmlischen Familie, die alle in Liebe und
Freude miteinander spielen und auch die irdischen
Spieler beobachten und unterstützen.
Ja, ich habe mich auch dazu entschieden, euch zu unterstützen,
indem ich euch meine Sicht und Erfahrungen aus dem
sogenannten Jenseits erzähle. Ich möchte euch aufklären und
vor allem die unsinnige Angst vor dem Sterben nehmen. Dies
ist jetzt mein grosser „himmlischer Herzenswunsch“, meine
neue Mission als Lehrer für die Schauspieler des irdischen
Showbusiness. Denn das ganze Leben ist eine Show, ein Spiel,
das eine Seele nur mit Hilfe eines fleischlichen Körpers auf dem
materiellen Planeten Erde spielen kann.
Show must go on, yeah-yeah.
(Rudi singt die Titelzeile vom bekannten Hit der Gruppe
“Queen”)
Ich behaupte ganz frech, fromm, fröhlich und frei:
GOTT ist der grösste Showmaster im ganzen Universum.
-Aber Rudi, das hat ja fast einen Touch von Gotteslästerung.
Warum? Es ist doch so. Er hält alle Fäden in der Hand, denn
wir alle sind seine Teile, Kinder, Schauspieler, Statisten und
dürfen unser Theaterstück oder unsere Show mit seinem
Wohlwollen auf einer aus Materie geschaffenen Bühne spielen.
Wir leben/spielen für seine und unsere Unterhaltung. Wir
spielen alles, was nur möglich ist, vom Kitsch bis zur Klamotte,
von Komödie bis hin zum grossen Drama, Liebesfilm,
Abenteuer, Thriller, Krimi und Operette, es ist alles dabei. Seht
euch doch das Leben auf der Erde genau an! Da gibt es eine
riesen Auswahl an Rollen, wie Helden, Politiker, Künstler,
Sportler, Arbeiter, Beamter, Putzfrau, Hausfrau, Mutter, Vater,
Lover, Hure, Nonne, Bettelmann, Millionär, König oder Papst.
Und all diese haben so viele verschiedene Eigenschaften, wie
z.B. lieb, fromm, artig, hilfsbereit, zärtlich, nett, fleissig, klug,
hübsch, tapfer, mutig und natürlich auch das jeweilige
Gegenteil. Zu jedem lieben Engelchen gehört ein böses
Bengelchen, oder besser gesagt ein Teufelchen. Ihr lebt auf
dem Planeten der Dualität, der Gegensätze. Ist euch das schon
mal aufgefallen, dass es zu jedem und allem immer ein
Gegenstück gibt, immer ein Gegenpol? Hell-Dunkel, Gut-
Schlecht, Lieb-Böse, Frieden-Krieg, Hart-Weich, Schwarz-Weiss,
Oben-Unten, Licht-Dunkelheit? Jeder spielt eine ganz
bestimmte Rolle mit einem ganz bestimmten Zweck, den er oft
erst nach seinem Ableben erkennt. Der Bettler und Millionär
ebenso wie die ganz mächtigen Könige, Päpste und Heiligen.
Jeder -auch wenn er meint, eine noch so kleine und
unbedeutende Rolle zu spielen- jeder darf auf dieser Bühne
namens Erde eine, ja sogar unzählig viele, Rollen in vielen,
verschiedenen Leben spielen, und dies hat immer eine
Auswirkung auf das Ganze. Mit jedem Atemzug, mit jeder
Bewegung, mit jedem Gedanken wirkst Du auf das Grosse und
Ganze und erschaffst damit eine, also Deine individuelle, und
auch kollektive Geschichte. Jeder schreibt mit am Drehbuch des
Lebens auf der Erde und jeder spielt mit in der grossen,
göttlichen Show.
Toll! Wusste gar nicht, dass ich so pathetisch reden kann.
-So wie man sagt, dass ein Flügelschlag eines einzigen
Schmetterlings auf der anderen Seite der Erde einen Sturm
auslösen kann?
Drücken wirs doch mal so aus: Jeder Pups bringt Bewegung in
die Atmosphäre weil er andere Luft verdrängt. Leben und
Schöpfung entstehen durch bewegte Energie und Materie.
-Puuuh, und ich dummes Schaf habe mich so oft wegen
irgendwelchen Kleinigkeiten verrückt gemacht, meine Rolle viel
zu ernst und gewissenhaft gespielt.
Zu dieser Erkenntnis bin ich auch gekommen. Ich war oft zu
verbissen, von Perfektionswahn besessen, zu ehrgeizig, zu
streng mit mir selbst und meinen Kollegen. Ich hätte alles viel
gelassener nehmen sollen und mir und meiner Familie mehr
Zeit zum Geniessen des Lebens gönnen sollen. Gott verlangt
nicht, dass wir uns zu Tode schuften.
-Naja, Zeit und Ruhe zum Geniessen hast Du ja jetzt, oder?
Ja, das hat man hier auf jeden Fall. Zeit ist nicht existent, es
gibt hier keine Uhren und Kalender. Man kann sich auf Wolke 7
erstmal richtig ausruhen und erholen, aber dann…dann wird es
irgendwann -wie vorhin schon erwähnt- langweilig. Dann will
man noch mal auf der Erde nachsehen, was die Hinterbliebenen
so machen, man möchte am liebsten wieder mitmischen und
man könnte sich die Haare raufen, wenn man sieht, wie sie ihre
alten Spielchen weiter spielen, wo sie es doch viel leichter
haben könnten. Hm, das mit den Haare raufen war symbolisch
gemeint, so was geht leider, oder zum Glück, nicht mehr.
-Erzähle doch bitte, wie es sich so anfühlt ohne Körper und was
man da noch fühlt, und wieso sehe ich Verstorbene immer
jünger als sie zuletzt vor ihrem Ende aussahen?
Es ist am Anfang sehr komisch, wenn man keinen festen Körper
mehr hat, denn jetzt hat man einen aus Lichtenergie. Schön ist,
dass man nicht mehr friert oder schwitzt, keinen Hunger oder
Durst hat, ohne Schmerzen oder Krankheiten lebt. Man kann
hüpfen, tanzen, schreien, singen oder fliegen soviel man will,
ohne dass man vor Erschöpfung einen Herzkasperl bekommt.
Man ist quasi immer fit, fröhlich und so unendlich frei. Freude
und Liebe sind Normalzustand. Das ist aber auch schon so
ziemlich alles.
-Das klingt ja nicht gerade begeistert. Wir hier sehnen uns alle
nach Frieden, Freude und Liebe und für euch scheint das schon
wieder zu wenig zu sein, oder?
Ja, so ist es. Auch wenn ich mich hier wiederhole, aber auch
das Schöne kann auf Dauer ziemlich langweilig sein. Wir haben
zwar die Möglichkeit hier jederzeit Gott zu spielen (hm wir
spielen hier auch schön weiter). Wir denken an etwas, was wir
haben wollen -und- ratzfatz ist es da. So wie man es sich als
Kind erträumt hat, ein himmlischer Harry Potter.
-Ich habe einmal auf einer Astralreise meinen verstorbenen
Vater im Jenseits besucht. Der war zu Lebzeiten u.a. als
Lokführer tätig und sein Traum war es, später einmal ein
Bahnwärterhäuschen zu übernehmen (so ein kleines Häuschen,
in dem die Schrankenwärter früher gewohnt haben und der
einzige Zweck war es, dass sie immer pünktlich mit einer
Handkurbel die Bahnschranken hoch- oder herunterkurbelten.)
Diesen Traum konnte er aber nie auf der Erde realisieren.
Ich traf meinen Vater also dort bei solch einem Häuschen an.
Es hatte einen kleinen Garten mit vielen bunt blühenden
Blumen und natürlich eine Bahnschranke, und er beschnitt
gerade mit einer Schere den Hecken-Zaun. Er sah aus wie Mitte
Dreissig (als er starb war er 80) und er wirkte sehr glücklich
und zufrieden. Umso weniger verstehe ich, dass er einige Jahre
später das schwere Amt des Schutzengels bei seinem Enkel
übernahm.
Das ist das beste Beispiel. Zuerst hat er sich im Jenseits seine
Träume erfüllt und als es ihm zu langweilig wurde, hat es ihn
wieder zurück zu seiner ehemaligen Familie gezogen, um dort
zu helfen. Also alle Hochachtung vor den Schutzengeln, was die
leisten, könnt ihr Noch-Erdlinge gar nicht einschätzen. Dies ist
wirklich der schwerste himmlische Job. Aber er wird auch
indirekt anerkannt, denn wie oft heisst es, wenn jemand Glück
im Unglück hatte, dass er wohl einen guten Schutzengel gehabt
haben muss. Leute, bedankt euch bei eurem Schutzengel, es
gibt ihn wirklich und er hat den undankbarsten Job.
-Aber wehe, wenn es schief geht, dann hat er wohl gepennt?
Hm, das kommt ganz auf die Umstände an. Manche Menschen
in gefährlichen Berufen haben sogar mehrere, und wenn ein
Unfall passiert, dann wird es wohl so geplant gewesen sein,
dann war es das tragische Ende seiner irdischen Rolle.
-Wie kann man denn nur so etwas planen?
Es ist so, und es ist schwer zu glauben, ich weiss. Da nun mal
jede Seele irgendwann abtreten muss, denn der irdische
Körper hält ja leider nicht ewig, hat man die Möglichkeiten
zwischen vielen Abgangsvarianten zu wählen. Krankheit, Unfall,
Herzversagen, einem Laster zu erliegen,Selbstmord oder auch
von einem anderen um die Ecke gebracht zu werden. Ja, auch
das, so absonderlich es für euch klingen mag.
-Also - das ist doch so etwas von …ich weiss nicht, wie ich das
bezeichnen soll. Das glaube ich einfach nicht. Wie kann man
sich das nur aussuchen? Und was ist mit den Kriegsopfern und
Tätern?
Uuh-jeeeh! Jetzt sind wir bei einem Thema angelangt, das so
schwierig zu erklären ist. Womöglich werfen jetzt die meisten
Leser diesen Text in den Müll und beschimpfen uns als
bekloppt. Hm, also...All das, was auf der Erde als so schlimm
und schrecklich bezeichnet wird, gehört zum irdischen Spiel des
Drama. Manche Seelen lieben es, so tragisch abzutreten und
die haben sich vor ihrer jetzigen Inkarnation(Wiedergeburt) mit
anderen Seelen darüber abgesprochen bzw. ihr „Lebens-
Drehbuch“ gemeinsam geschrieben.
-Könnte man also sagen, dass alle Kriege mit allen Opfern und
Tätern auch nur schon vorher geplante, irdische Lebensspiele
waren ?
Ja, so ist es. Und diejenigen, welche in diesem Leben die Opfer
sind, waren in einem früheren Leben mal die Täter, und
umgekehrt. Es gilt der alte Bibelspruch:“ Auge um Auge und
Zahn um Zahn“. Aber der soll jetzt nicht so verstanden werden,
dass wir uns nun bis in alle Ewigkeit gegenseitig die Köpfe
einhauen sollen. Es ist als Karma-Ausgleich gemeint.
„Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem
andern zu“, lautet ein weiser Spruch, glaube vom ollen Wilhelm
Busch. Das sagt eigentlich alles. Es wird niemand gezwungen,
eine böse Rolle zu spielen oder immer und immer wieder
zurück zu schlagen. Aber in vergangenen Jahrtausenden haben
alle Seelen irgendwann auch einen Bösewicht gespielt und die
himmlischen Spielregeln, das Karma, verlangen den Ausgleich.
Da gibt es auch einige hier im Jenseits, die sich deswegen nicht
trauen, noch einmal auf der Erde zu inkarnieren. Sie wollen sich
darum drücken. Aber die werden von anderen Seelen liebevoll
betreut und überzeugt, bis es dann einsehen, und sich ein
neues, besseres Leben auf der Erde planen. Das Karma ist eine
gerechte Sache, sozusagen ein göttliches Gesetz. Und wenn
jemand sein Karma völlig ausgeglichen hat, dann wird er nicht
mehr scharf darauf sein, sich wieder neues aufzuhalsen.
Du siehst, ich habe mich jetzt genau über dieses Thema
informiert bzw. wieder zurück erinnert. Bei unserem ersten
Gespräch hatte ich noch keine Lust dazu.
-Manchmal wundere ich mich, warum Babys so schnell wieder
sterben müssen.
Ja, das sind solche Seelen, die mal fix zum Ausgleich eines
restlichen Karmas inkarnieren und dann keine Lust mehr
haben, weiter zu leben. Es kann aber auch sein, dass sie mit
ihrem kurzen Dasein ein Zeichen setzen wollten für die Eltern,
z.B. damit die sich mit dem Thema Tod und Sterben befassen.
-Wenn es irgendwann alle Seelen geschafft haben ihr Karma
völlig auszugleichen, was wird dann? Dann dürfte es doch keine
Mörder und Opfer mehr geben, demzufolge auch keine neuen
Kriege mehr.
Ja, das wäre wohl möglich. Aber es kommen immer wieder
junge und neue Seelen, aus anderen Universen auf diese Welt,
die natürlich erstmal alle diese Rollen durchspielen wollen. Der
Planet Erde ist ein optimaler, universeller „Seelen-Spielplatz“
oder besser noch, eine Show-Bühne in der Dualität. Sie ist
sehr begehrt und beliebt. Die Seelen stehen sozusagen im
Himmel Schlange, und sind ganz heiß darauf, eine Fahrkarte für
die Reise in einen irdischen Körper zu bekommen.
-Wer verkauft denn solche „himmlischen Fahrkarten“?
Erzengel im Auftrag von Gott, dem Allmächtigen.
-Apropo Fahrkarten- da fällt mir etwas ein, was ich fragen
wollte. Ich, also mein Astralkörper *, war einmal nachts mit
meinem Schutzengel im Jenseits auf Reisen.
(*Ausserkörperliche Reisen werden Astralreisen genannt. Während der
physische Körper schläft, reist das Seelen-Bewusstsein im Astralkörper in
andere Welten. Dies kann man lernen, ist aber im Alleingang nicht zu
empfehlen, weil man sich dabei auch in niedere Astralebenen verirren
kann, in denen sogenannte negative Wesen, wirre Seelen oder Dämonen
leben)
Wir kamen zu einer Art Bahnhofsgebäude, mit zwei grossen
Eingängen nebeneinander. Auf der einen Seite strömten
unzählig viele, weiss gekleidete ,Wesen hinein und auf der
anderen hinaus. An der Seite mit den herauskommenden
Wesen stand meine vor langem verstorbene Oma. Ich habe sie
sofort erkannt und bin ihr freudig um den Hals gefallen. Ich
hätte sie eigentlich so, wie sie dort aussah, auf Erden nicht
erkannt. Sie war ca. Mitte Dreissig, schlank und hatte dunkles
Haar. Ich kannte meine Oma zu Lebzeiten aber nur dick und
mit grauem Haar (als ich geboren wurde, war sie schon fast 60
Jahre alt).Ich habe auch nie ein Foto aus ihren jüngeren Jahren
gesehen, weil die alle im Krieg verloren gegangen sind.
Sie sagte zu mir: „Na, Kleines, was willst Du denn schon hier?“
Dieses „schon“ bewies, dass sie genau wusste, dass ich noch
nicht tot war. Wie konnte sie das wissen und wieso sieht man
dort so jung aus?
Ganz einfach. Deine Oma hat gesehen, dass es nur Dein
Astralkörper war und nicht die ganze Seele, und Du hast sie
instinktiv sofort anhand ihrer Seelenschwingung erkannt. Jede
Seele hat eine bestimmte, individuelle Schwingung aus Klang
und Farben, die absolut einmalig ist. Und stell Dir vor – wir
ollen Spukgeister sind eitel, wir können uns ja auch einen
energetischen Körper zaubern. Die meisten behalten ihr
vorheriges Aussehen bei, natürlich gerne jung und schön, nicht
so alt und klapprig wie beim Sterben.
-Du also auch, denn ich sehe Dich so, wie Du in den Siebzigern
ausgesehen hast, mit etwas längerem, welligen und leicht
graumeliertem Haar.
Klar, so fanden mich die meisten Frauen sexy. Als junger Spund
war ich sehr dünn und nicht viel begehrt, aber später
dann...Hmm, naja - das könnt ihr ja sehr ausführlich in meiner
Biografie nachlesen.
-Und? Ist die himmlische Damenwelt auch so verrückt nach
dem sexy Ex-Showmaster?
Na und wie! Ich kann mich kaum retten. Uiijuiijuiii -wenn ich
wollte, dann...Nee,nee, jetzt geniesse ich erstmal ausgiebig das
neue Leben mit meiner Anke. Und dafür danke ich Gott aus
ganzem Herzen und aus ganzer Seele.
-Wie sieht Gott eigentlich aus?
Nicht so, wie ihr ihn euch vorstellt. Er ist weder der alte Mann
mit dem langen, weissen Bart auf dem goldenen Himmelsthron,
noch hat er sonst eine körperliche Gestalt. Er ist ...., wie soll ich
das am besten ausdrücken...,er ist auch kein ER oder eine SIE.
Gott ist ALLES WAS EXISTIERT. Er ist das unendlich
grosse Bewusstsein und die Liebesenergie, die das ganze
Universum ausfüllt und auch zusammenhält. Und aus
diesem ewig liebevollen, allmächtigen, unbeschreibbaren
Bewusstsein sind wir alle, also jede einzelne Seele,
geboren worden.
Und es werden ununterbrochen neue Seelen aus Gott geboren
und es kehren auch viele wieder in ihn zurück, wenn sie nach
unendlich langer Zeit alle Spiele auf allen nur möglichen
Planeten in diesem Universum ausgespielt haben. Gott ist auch
das Licht, das man beim Sterben sieht. Er ist in allem drin, was
existiert, in Steinen und Pflanzen, in Menschen und Tieren.
-Was denn, auch Steine sind lebendig?
Ja, natürlich. Jede Materie, auch wenn sie noch so starr
erscheint, ist lebendig. Sie besteht nicht nur aus den Atomen,
sondern auch aus sich bewegenden Lichtteilchen, also aus
Gottes Energie. Auch im All, also zwischen den Planeten, wo
man meint, da sei nichts ausser Leere und Dunkelheit, ist doch
etwas, nämlich göttliche Energie. Gott ist also überall und
darum kommt jedes noch so winzige Nano-Atömchen auch von
ihm. Das sind die Bausteine des Lebens und der Materie.
Materie könnte man als langsam schwingendes oder
verdichtetes Licht bezeichnen. Und Seelen sind das Gegenteil.
-Also könnte man sagen, dass alles was es hier auf der Erde
gibt, und auch das ganze Universum aus GOTT besteht.
Jau, Sooo isses! Und jeder Mensch ist Gott, das solltet ihr euch
mal in aller Ruhe zu Gemüte führen. Ihr seid keine kleinen,
hilflosen Menschlein! Ich wiederhole: Ihr seid aus Gott geboren!
WIR ALLE SIND GOTT UND GOTT IST ALLES WAS EXISTIERT,
ÜBERALL UND IMMERDAR.
Huch, jetzt bin ich von jenen tollen Worten selbst beeindruckt.
Diese Aussage kann ich nicht mehr toppen und darum möchte
ich unser heutiges Gespräch beenden.
Die Show geht weiter und wir werden uns alle garantiert
wiedersehen, irgendwie, irgendwo, irgendwann...
Ich freue mich schon jetzt darauf.
Herzliche, himmlische Grüße und Umarmungen,
in Liebe,
von eurem
Rudi, dem Carrell