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  The smoky God Teil 4 bis 8
 

T e i l 4

In der Unterwelt.

Wir erfuhren daß die Männer nicht vor ihrem 75. bis100. Lebensjahr heiraten und daß das Alter in dem die Frauen in den Ehestand treten nur etwas niedriger liegt, daß beide, Männer und Frauen, oft 600 bis 800 Jahre alt werden und in einigen Fällen sogar viel älter.
Josephus sagt: "Gott verlängerte das Leben der Patriarchen vor der Sintflut um beides, ihrer Tugenden willen und um ihnen die Möglichkeit zu verschaffen, die Wissenschaft der Geometrie und Astronomie, die sie entdeckt hatten zu vervollkommnen, was sie nicht hätten tun können, wenn sie nicht 6oo Jahre gelebt hätten, denn erst nach Ablauf von Jahren ist das große Jahr abgeschlossen". Flammarion, Astronomische Mythen, Paris, Seite 26.
Im darauf folgenden Jahr besuchten wir viele Dörfer und Städte, die bedeutendsten unter ihnen sind die Städte: Nigi, Delphi und Hectea. Mein Vater wurde nicht weniger als ein halbes Dutzend Mal gebeten, die .Landkarte zu Überprüfen, die aus den rohen Skizzen gefertigt worden war, die er zu Beginn von der Verteilung von Land und Wasser auf der äußeren Oberfläche der Erde angefertigt hatte.
Ich erinnere mich, daß mein Vater bemerkte, daß die Riesenrasse von Menschen im Lande des in eine Feuerwolke gehüllten Gott eine fast so genaue Vorstellung von der Geographie der äußeren Oberfläche der Erde hätte wie ein durchschnittlicher Hochschulprofessor in Stockholm.
Bei unseren Reisen kamen wir auch in der Nähe der Stadt Delphi an einem Wald mit gigantischen Bäumen. Würde in der Bibel stehen, daß es Bäume gibt, die über 12o m hoch sind und 10 m und darüber im Durchmesser betragen,. die im Garten Eden wachsen, hätten die Ingersolls, die Tom Paines und Voltaires diese Angaben ohne Zweifel in das Land der Fabel verwiesen. Und doch ist dies nur die Beschreibung der California sequoia gigantea, aber diese kalifornischen Riesen verblassen zur Bedeutungslosigkeit wenn man sie mit den Waldriesen vergleicht, die sich im inneren Kontinent befinden, die zwischen 25oo und 3ooo m hoch sind und 30 - 35 m im Durchmesser haben,. unzählbar sind und Wälder bilden, die sich hunderte von Meilen vom Meer landeinwärts erstrecken.
Die Menschen sind äußerst musikalisch und bewundernswert gelehrt in ihrer Kunst und Wissenschaft, besonders in der Geometrie und der Astronomie. Ihre Städte sind mit ungeheuer großen Musikpalästen ausgestattet, in denen nicht selten bis zu 25000 kräftige Stimmen dieser Riesenrasse in mächtigen Chören und erhabenen Symphonien ertönen.
Die Kinder sollen kein Lehrinstitut besuchen, bevor sie 2o Jahre alt sind. Dann beginnt ihr Schulleben und dauert 3o Jahre, 10 davon werden von beiden Geschlechtern einheitlich dem Studium der Musik gewidmet. Ihre Hauptfächer sind Architektur, Landwirtschaft, Gartenbau, die Anzucht großer Viehherden und das Bauen von Beförderungsmitteln, für Reisen zu Lande und zu Wasser.
Sie stehen mittels irgendeiner Vorrichtung die ich nicht erklären kann, in Kontakt miteinander über die entferntesten Teile ihres Landes hinweg, über Luftwellen. Alle Gebäude werden errichtet in besonderem Hinblick auf Tragkraft ,Dauerhaftigkeit, Schönheit, Symetrie und in einem architektonischen Stil, dem Auge viel angenehmer als irgendeine Architektur, die ich je woanders erblickt habe.
Dreiviertel der Innenoberfläche der Erde ist Land und ein Viertel Wasser. Es gibt zahllose Flüsse ungeheureren Ausmaßes, einige fließen in nördlicher andere in südlicher Richtung.
Ströme sind 3o Meilen breit (35 km), und aus diesen riesigen Wasserstraßen bilden sich am äußersten nördlichen und südlichen Teile der inneren Oberfläche der Erde, in Regionen, in denen niedrigere. Temperaturen treten, Süßwassereisberge. Sie werden wie riesige, Eiszungen in das Meer hinausgeschoben durch die abnormen Überschwemmungen von turbulenten Wassern, die zweimal jährlich alles vor sich her fegten.
Wir sahen unzählige Arten von Vogelleben, nicht größer als die Vögel , denen man in den Wäldern Europas und Amerikas begegnet. Es ist sehr bekannt, daß in den letzten paar Jahren ganze Vogelgattungen die Erde verlassen haben. Ein Schriftsteller sagt in einem vor kurzem über diesen Gegenstand erschienenen Artikel:
"Fast jedes Jahr erlebt man das endgültige Erlöschen einer oder mehrerer Vogelarten. Aus 14 Arten von Vögeln, die man vor einem Jahrhundert auf einer einzigen Insel - der westindischen Insel von St.Thomas - vorfand, wurden 8 jetzt zu den vermißten gezählt."
Wäre es nicht möglich, daß diese verschwundenen Vogelgattungen ihre Aufenthaltsorte draußen verlassen haben und ein Asyl fanden in der inneren Welt?
Sowohl drinnen zwischen den Bergen wie auch entlang der Meeresküste fanden wir ein reiches Vogelleben. Wenn sie ihre großen Flügel ausbreiteten, schienen einige dieser Vögel 9o bis 10 m von Spitze zu Spitze zu messen. Sie sind von großer Mannigfaltigkeit und vielen Farben.
Es wurde uns gestattet, den Rand eines Felsens hinaufzuklettern und ein Nest mit Eiern zu untersuchen. Wir fanden 5 Stück im Nest- Jedes von ihnen. war mindestens 6o cm lang lind 37 cm im Durchmesser.
Nachdem wir über eine Woche in der Stadt Hectea gewesen waren nahm uns Prof. Galdea mit zu einer- Bucht, wo wir auf deren sandigem Strand entlang tausende von Schildkröten sahen. Ich zögere die Größe dieser Riesenkreaturen wiederzugeben. Sie waren zwischen 7 und 10 m groß, 4,5 - 6 m breit und volle 2 m hoch.
Wenn eine von ihnen, ihren Kopf erhob, sah sie wie ein gräßliches Seemonstrum aus. Die seltsamen Bedingungen "drinnen" sind nicht nur günstig für das Wachstum ungeheurer Wiesen, üppiger Gräser, Wälder, riesiger Bäume und alle Arten pflanzlichen Lebens, sondern auch für wunderbares Tierleben.
Eines Tages sahen wir eine große Elefantenherde. Es müssen 5o0 dieser donnerstimmigen Monster mit ihren ruhelosen hin und her schwenkenden Rüsseln gewesen sein. Sie rissen ungeheure Äste von den Bäumen und. zerstampfen kleineres Wachstum zu Staub wie nichts. Sie wurden Durchschnitt über 3o m lang und zwischen 2o - 23 m groß.
Es war mir während ich auf diese wunderbare Herde riesiger Elefanten blickte, als ob ich mich wieder in der öffentlichen Bibliothek in Stockholm befände, in der ich viel Zeit zugebracht hatte die Wunder des Miocen - Zeitalters zu erforschen. Ich war von stummem Erstaunen erfüllt und mein Vater war sprachlos vor Ehrfurcht Er hielt meinen Arm fest mit beschützender Gebärde, als ob wir in großer Gefahr wären. Wir waren 2 Ätome in diesem großen Wald und glücklicherweise unbemerkt von dieser großen Elefantenherde, während sie an uns vorbei und hinweg zogen indem sie einem Leittier folgten, wie das eine Schafherde tut.
Während ihres Durchzuges fraßen sie von den wachsenden Blattpflanzen und erschütterten dann und wann das Firmament mit ihren tiefen Gebrüll.
"Außerdem gab es auf der Insel eine große Anzahl von Elefanten. Es gab Nahrung für Tiere aller Art. Was immer die Erde an duftenden Gewächsen hervorbringt, ob Wurzel oder Gräser oder Holz oder Tropfen von Blumen oder Früchte wuchs und gedieh in jenem Land". Der Cratyluo von Plato.
Es steigt ein dunstiger Nebel vom Land auf und es regnet unfehlbar einmal jeden Äbend in 24 Stunden. Diese große Feuchtigkeit, das belebende elektrische Licht und die Wärme sind die wahrscheinliche Ursache der üppigen Vegetation, während die hochgeladene elektrische Luft und die Gleichmäßigkeit klimatischer Bedingungen mit. dem riesigen Wachstum und der Langlebigkeit allen animalischen Lebens viel zu tun haben mögen.
Mancherorts erstreckten sich die ebenen Täler in alle Richtungen viele Meilen weit. Der "verborgene Gott" mit seinem klaren weißen Licht blickte ruhig herab.
In der elektrisch geladenen Luft lag es wie eine Betäubung, der die Wangen so sanft berührte wie ein verklingendes Flüstern. Die Natur sang ein Wiegenlied im schwachen Rauschen der Winde deren Atem süß war vom Duft der Knospen und Blüten.
Nachdem wir wesentlich mehr als 1 Jahr mit dem Besuch einiger der vielen Städte der "inneren Welt" und einen großen Teil des dazwischen liegenden Landes zugebracht hatten und mehr als 2 Jahre vergangen waren seit dem Zeitpunkt, an dem wir von dem großen Ausflugsschiff auf dem Fluß mitgenommen worden waren, beschlossen wir unser Glück noch einmal auf das Meer zu setzen und zu versuchen, die "Äußere" Oberfläche der Erde wieder zu erreichen.
Wir machten unsere Wünsche bekannt und sie wurden widerstrebend aber prompt erfüllt. Unsere Gastgeber übergaben meinem Vater auf seinen Wunsch mehrere Landkarten, die die ganze "Innen" - Oberfläche der Erde, ihre Städte, Ozeane, Seen, Flüsse, Golfe und Buchten wiedergaben. Sie boten uns großzügig an, uns so viele Säcke von Goldklumpen zu geben - einige davon waren so groß wie Gänseeier - wie wir in unserem kleinen Fischerboot willens waren mitzunehmen.
Zu gegebener Zeit kehrten wir nach Jehu zurück, wo wir damit verbrachten, unser kleines Fischerboot zu überholen und fertig zu machen. Als alles fertig war, nahm uns dasselbe Schiff "Naz" , uns seinerzeit entdeckt hatte, an Bord und brachte uns zur Mündung des Flusses Hiddekel.
Nachdem unsere Riesenbrüder unser kleines Fahrzeug für uns ausgesetzt hatten, waren sie ganz aufrichtig traurig beim Abschied und bezeugten uns ihre Besorgnis um unsere Sicherheit. Mein Vater gelobte bei den Göttern Odin und Thor, daß er gewiß innerhalb eines Jahres zurückkehren und ihnen erneut einen Besuch abstatten würde. Und so sagten wir ihnen Adieu. wir machten uns fertig und hißten unsere Segel. Es war aber nur wenig Wind da. Wir gerieten in eine .Flaute eine Stunde nachdem uns unsere riesigen Freunde verlassen und sich auf ihre Rückreise gemacht hatten. Es herrschte ständiger Südwind, d.h. er blies von der nördlichen Öffnung der Erde in Richtung dessen, was wir Süden nennen, was aber nach unserem Kompaß nördlich war.
Drei Tage lang versuchten wir zu segeln und gegen den Wind vorwärtszukommen aber ohne Erfolg. Worauf mein Vater sagte: "Mein Sohn, auf derselben Route zurückzukehren, auf der wir kamen ist
zu dieser Jahreszeit unmöglich. Es wundert mich, daß. wir nicht früher daran gedacht hatten. Wir waren fast 2 1/2 Jahre hier, es ist deshalb die Jahreszeit, in der die Sonne in die südlichen Öffnung der Erde zu scheinen beginnt. Die lange kalte Nacht liegt auf Spitzbergen".
"Was sollen wir tun"? erkundigte ich mich, "wir können. nur eines tun", antwortete mein Vater "und das ist Richtung Süden gehen". Er drehte das Fahrzeug übereinstimmend gab voll Reff und fuhr mit Kompaß in nördliche Richtung, in Wirklichkeit aber direkt nach Süden. Der Wind war stark und wir schienen auf eine Strömung gestoßen zu sein, die sich mit sich mit bemerkenswerter Schnelligkeit in der selben Richtung bewegte.
In nur 40 Tagen kamen wir nach Delphi einer Stadt, die wir in der Begleitung unserer Führer Jules Galdea und seiner Frau in der Nähe der Mündung des Gihon -Flusses besucht hatten. Hier hielten wir 2 Tage an, wurden gastfreundlich aufgenommen von denselben Menschen, die uns bei unserem derzeitigen Besuch willkommen geheißen hatten. Wir nahmen, zusätzlich Proviant zu uns und setzten wieder unsere Segel der Nadel folgend genau nach Norden.
Auf unserer Hinausfahrt kamen wir durch einen schmalen Kanal der als ein trennendes Gewässer zwischen zwei ziemlich großen Landstücken erwies. Zu unserer Rechten war ein wunderbarer Strand und wir beschlossen ihn auszukundschaften. Wir gingen vor Anker wateten ans Land um uns für einen Tag auszuruhen, bevor wir unser gewagtes Unternehmen nach draußen fortsetzten. Wir errichteten ein Feuer undlegten einige Stücke trockenes Treibholz darauf. Während mein Vater an der Küste entlang ging, bereitete ich eine verführerische Mahlzeit zu, von bereitgestellten Vorräten.
Man könnte ein mildes helles Licht sehen, von dem mein Vater sagte, daß es von der Sonne herrührte, die in die Südöffnung der Erde schien. In dieser Nacht schliefen wir fest und erwachten so erfrischt als wir in unseren eigenen Betten in Stockholm geschlafen hätten.
Nach dem Frühstück begaben wir uns auf eine Entdeckungstour, landeinwärts, waren aber noch nicht weit gegangen als wir auf eine Vogelart stießen, die wir sofort als zur Familie der Pinguine gehörig erkannten.
Es sind flügellahme Vögel, aber excellente Schwimmer und riesengroß mit weißen Brüsten, kurzen Flügeln, schwarzen Köpfen und langen Schnäbeln. Sie stehen da volle 3-m hoch. Sie sahen uns ohne große Überraschung an, watschelten mehr als sie gingen dem Wasser entgegen und schwammen in nördlicher Richtung davon.
"Die Nächte sind an den Polen nie so dunkel wie in anderen Regionen, weil Mond und Sterne doppelt so viel Licht und lang Glanz zu haben scheinen. Außerdem scheint ein immerwährendes Licht, die verschiedenen Schattierungen und das Farbenspiel desselben gehören mit zu den fremdartigsten Phenomenen der Natur".-Rambrossans Astronomy.
Die Ereignisse, die sich in den darauf folgenden 100 Tagen zutrugen, spotten jeder Beschreibung.Wir waren auf offenem und eisfreiem Meer. Wir schätzten, daß es November oder Dezember war und wir hinaus und hinweg glitten vom inneren elektrischen Licht des "in eine Feuerwolke gehüllten Gottes" und seiner freundlichen Wärme, würden wir das Licht und die Wärme der Sonne vorfinden, die in die südliche Erdöffnung fiel. Wir irrten uns nicht.
"Die Tatsache, die dem Phenomen des Polaren Lichtes ihre größte Wichtigkeit gibt, ist die, daß die Erde selbst leuchtend wird, daß außer dem Licht, das wie ein Planet vom Zentralkörper empfangen wird, sie eine Fähigkeit zeigt, einen eigenen Leuchtprozeß zu unterhalten.
A. Humboldt. Es gab Zeiten, in denen unser kleines Fahrzeug von einem Wind, der ununterbrochen und beharrlich wehte, getrieben wie ein Blitz durch das Wasser schoß. Ja, wären wir auf ein unsichtbares Stück Felsen oder ein Hindernis gestoßen, hätte es unser kleines Fahrzeug zu Zündholz zersplittert.
Alsbald stellten wir fest, daß die Atmosphäre entschieden kälter wurde und einige Tage später erblickten wir weit zu unserer linken Eisberge. Mein Vater erörterte korrekterweise, daß die Winde, die unsere Segel füllten, vom warmen Klima "drinnen" kämen. Die Jahreszeit war bestimmt günstig für uns, unseren Vorstoß zur "äußeren Welt" zu machen und zu versuchen unsere Fischerschaluppe durch die offenen Kanäle der Gefrierzone, der die Polarregion umgibt, zu treiben.
Bald waren wir zwischen dem Packeis, und wie sich unser kleines Fahrzeug durch die Engpässe zwängte und davon kam, ohne zerdrückt zu werden, ist nicht zu sagen. Der Kompaß betrug sich genau so betrunken und in unzuverlässiger Weise beim Passieren der Rückkurve oder Kante der Erdkruste, wie er es auf unserer nach innen gerichteten Reise am nördlichen Eingang getan hatte. Er kreiste, neigte sich und benahm sich wie ein besessener Gegenstand.
Kapitän Sabine sagt auf Seite 105 in seinen "Reisen in die arktischen Regionen":"Die geographische Bestimmung der Richtung und die Intensität der magnetischen Kräfte an verschiedenen Punkten der Erdoberfläche wurde als ein Objekt erachtet, wert besonderer Untersuchung. Das Abnehmen, das Zunehmen und die Intensität der magnetischen Kraft an verschiedenen Stellen der Erde untersuchen zu können, ihre periodischen und unzähligen Variationen und gegenseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten können nur ordentlich in festen magnetischen Observatorien untersucht werden."
Einmal, als ich faul über die Bordseite in das klare Wasser sah rief mein Vater.- "Brecher geradeaus". Aufschauend sah ich durch einen aufsteigenden Dunst hindurch ein weißes Objekt, mehrere hundert Meter hoch, da unsere Weiterfahrt voll und ganz versperrte. Wir zogen sofort die Segel ein und das keinen Moment zu früh. Einige Augenblicke später waren wir zwischen zwei monströsen Eisbergen eingekeilt. Sie bedrängten einander und knirschten gegeneinander. Sie waren wie zwei Kriegsgötter, die um Überlegenheit stritten.
Wir waren aufs äußerste beunruhigt. In der Tat waren wir zwischen den Linien einer königlichen Schlacht. Der sonore Donner des knirschendes Eises hörte sich an wie das fortgesetzte donnern von Artilleriesalven. Eisblöcke, größer als ein Haus wurden oft 3o bis 4o m hoch gehoben von der mächtigen Kraft des seitlichen Druckes. Sie erbebten, schaukelten einige Sekunden hin und her, stürzten dann mit ohrenbetäubendem Krach herab und verschwanden in den schäumenden Wassern. Der Wettstreit zwischen den Eiskolossen dauerte so über zwei Stunden. Es war, als ob das Ende gekommen wäre. Der Eisdruck war ungeheuer, und obwohl wir nicht im gefährlichen Teil der Kollision und uns vorläufig in Sicherheit befanden, so erfüllte uns das emporschleudern und herunterfallen von Tonnen von Eis, wenn es hier und dort spritzend in die Wassertiefen verschwand, mit Zittern und Furcht.
Endlich hörte - zu unserer großen Freude - das Eismahlen auf, die große Masse teilte sich im Laufe einiger Stunden langsam und als ob eine Vorsehung sich erfüllte, lag geradeaus vor uns ein offener Kanal. Sollten wir uns mit unserem kleinen Fahrzeug in diese Öffnung hineinwagen? Wenn der Druck erneut entstand, würde unsere kleine Schaluppe so wie wir selbst zu nichts zerquetscht werden. Wir beschlossen, die Sache zu riskieren, hißten unsere Segel nach einem günstigen Wind und brachen auf so schnell wie ein Rennpferd, spießrutenlaufend in diese unbekannte schmale Rinne freien Wassers.



T e i l 5

Im Packeis.

In den darauf folgenden 45 Tagen verbrachten wir unsere Zeit damit Eisbergen auszuweichen und Kanäle aufzuspüren. Hätten wir nicht einen starken Südwind auf unserer Seite gehabt und ein kleines Boot, so müßte ich bezweifeln, daß diese Geschichte jemals der Nachwelt übermittelt werden könnte.
Endlich kam ein Morgen, an dem mein Vater sagte:" Mein Sohn wir werden unser Zuhause wiedersehen. Wir sind fast durch das Eis hindurch. Sieh, das offene Meer liegt vor uns"!
Es waren aber einige Eisberge, die weit nördlich in das offene Meer getrieben waren auf beiden Seiten viele Meilen weit noch vor uns. Direkt vor uns lag laut Kompaß , der sich wieder reguliert, hatte geradeaus nördlich ein offenes Meer. Welch eine wunderliche Geschichte ist es doch, die wir den Leuten von Stockholm zu erzählen haben", fuhr mein Vater fort, und eine verzeihliche stolze Freude leuchtete aus seinem ehrlichen Gesicht . "Und denke an die Goldklumpen, die in der Halterung verstaut sind". Ich richtete freundliche Worte des Lobes an meinen Vater nicht nur der Tapferkeit und Ausdauer wegen, sondern auch wegen seines großen Mutes als Entdecker, weil er diese Reise gemacht hatte, die nun ein gutes Ende versprach. ich war auch dankbar, daß er, den Goldreichtum hatte, den wir nach Hause trugen.
Während wir einander zu unserem ausreichenden Vorrat Proviant und Wasser, den wir noch bei uns hatten, beglückwünschten und zu den Gefahren, denen wir entronnen waren, wurden wir zu Tode erschreckt durch das Geräusch einer furchtbaren Explosion, das vom abbrechen ein ungeheuren Eisbergstückes verursacht wurde. Es war ein ohrenzerreißender Krach wie das Abfeuern tausender Kanonen. Wir segelten gerade mit großer Schnelligkeit und waren zufällig in der Nähe eines monströsen Eisberges, der allem Anschein nach so unbeweglich war wie eine felsige Insel.
Es erwies sich aber, daß sich der Eisberg geteilt hatte und auseinanderbrach, wodurch das Gleichgewicht des Monstrums an dem wir entlang segelten, verloren ging, und es begann vor uns unterzutauchen kein Vater erfaßte die Gefahr schnell und bevor ich ihre schreckliche Möglichkeit gewahr wurde. Der Eisberg reichte bis einige hundert Meter tief in das Wasser hinab und während er umkippte, erfaßte das Stück das aus dem Wasser hervorkam, unser kleines Fischerboot wie einen Hebebaum auf einer Achse und warf es in die Luft wie einer Fußball.
Unser Boot fiel auf den Eisberg zurück, der mittlerweise die Seite, die uns am nächsten war, gegen die Spitze ausgewechselt hatte. Mein Vater war noch im Boot, weil er in der Verspannung verstrickt worden war, während ich 6 - 7 m weiter geschleudert wurde. Ich kletterte schnell auf meine Beine und rief meinen Vater der antwortete:" Alles in Ordnung".
In diesem Augenblick wurde mir etwas klar. Schrecken auf Schrecken! Das Blut gefror mir in den Adern. Der Eisberg war noch in Bewegung und sein großes Gewicht und die Gewalt des Umfallens würde bewirken, daß er vorübergehend unterging. Ich begriff völlig welch saugende Wirkung dies in den Wasserwelten auf allen Seiten auslösen würde. Sie würden in ihrer ganzen Wut in die Höhlung stürzen wie weißbezahnte Wölfe, wild auf menschliche Opfer.
In diesem nächsten Augenblick höchster geistiger Pein erinnerte ich mich, daß ich einen. Blick auf unser Boot warf, das auf der Seite lag und mich fragte ob es sich möglicherweise aufrichten ließe und ob mein Vater entkommen sein konnte. War dies das Ende all unserer Anstrengungen und Abenteuer? War das der Tod? All diese Fragen flitzten mir im Bruchteil einer Sekunde durch den Kopf. Einen Augenblick später war ich in ein Ringen auf Leben und Tod verwickelt. Der schwerfällige Eismonolith sank unter die Wasseroberfläche und die eisigen Wasser umgurgelten mich in wilder Wut. Ich war wie in einer Untertasse, in die Wasser von allen Seiten hinein strömte. Einen Augenblick noch und ich verlor das Bewußtsein.
Als das Bewußtsein zum Teil wiederkehrte und ich aus der Ohnmacht eines halbertrunkenen Mannes erwachte, fand ich mich selbst naß und steif und fast erfroren auf dem Eisberge liegend wieder. Von meinem Vater oder unserer kleinen Fischerschaluppe war weit und breit nichts zu sehen. Der Monsterberg war wieder zu sich gekommen und sein neues Gleichgewicht etwa 2o m hoch über die Wellen. Die Oberfläche dieser Eisinsel war ein Plateau das etwa einen halben Morgen groß war.
Ich liebte meinen Vater sehr und war schmerzverzehrt von der Furchtbarkeit seines Todes. Ich haderte mit dem Schicksal, weil mir nicht gestattet worden war, mit ihm in der Tiefe des Ozeans zu schlafen. Endlich richtete ich mich auf und sah um mich. Die violette Himmelskuppel über mir, der uferlos grüne Ozean unter mir und nur hier und da ein erkennbarer Eisberg. Mein Herz versank in hoffnungsloser Verzweiflung. Vorsichtig. machte ich meinen Weg über den Eisberg zur anderen Seite in der Hoffnung, daß sich unser Fischerfahrzeug, aufgerichtet hatte.
Wagte ich es, für möglich zu halten, daß mein Vater noch lebte? Es war nur der Schimmer einer Hoffnung, der in meinem Herzen aufflackerte. Aber die Erwartung erwärmte das Blut in meinen Adern und begann, wie ein kräftiges Belebungsmittel es durch jede Faser meines Körpers zu jagen.
Ich kroch bis an die steile Seite des Eisberges heran und spähte weit hinaus, indem ich hoffte, noch immer hoffte! Dann machte ich die Runde um den Berg, jeden Fußbreit des Weges prüfend und so umkreiste ich ihn immer wieder. Ein Teil meines Gehirns war gewiß dabei, wahnsinnig zu werden, während ein anderer Teil, und tue das noch bis auf diesen Tag, ganz und gar vernünftig war.
Ich war mir bewußt, die Runde ein Dutzend mal gemacht zuhaben und während ein Teil meiner Intelligenz in jeder Beziehung wußte daß nicht die Spur einer Hoffnung vorhanden war, befiel und zwang mich eine seltsame Suggestion, mich mit einer Hoffnung zu betrügen. Der andere Teil meines Gehirns schien mir zu sagen, daß, obwohl gar keine Hoffnung bestand, daß mein Vater noch lebte, ich wenn ich mit meinem kreisartigen Pilgergang aufhörte, wenn ich nur für einen Moment pausierte, daß dies das Eingestehen einer Niederlage sein würde und ich fühlte, daß ich, wenn ich, das täte wahnsinnig werden würde, So machte ich Stunde um Stunde die Runde, ich hatte Angst damit aufzuhören und zu ruhen und war doch physisch zu kraftlos, um es noch viel länger fortsetzen zu können. Oh Schrecken auf Schrecken, schiffbrüchig zu sein in dieser großen Wasserunendlichkeit ohne Nahrung und Wasser und nur einen. trügerischen Eisberg als Aufenthaltsort zu haben. Das Herz blieb mir vor Schrecken stehen, der leiseste Hoffnungsschimmer verschwand in purer Verzweiflung.
Dann streckte sich die Hand des Erlösers aus und die Todesstille der Einsamkeit, die schnell unerträglich wird, wurde plötzlich durch das Abfeuern eines Alarmschusses durchbrochen. Ich sah in erschrecktem Erstaunen nach oben und erblickte in weniger als 1 km entfernt ein Walfischboot, das sich direkt auf mich zu bewegte, die Segel voll gesetzt.
Offenbar hatte meine fortwährende Bewegung auf dem Eisberg ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Näherkommend, setzten sie ein Boot aus und ließen es vorsichtig zur Wasserkante hinab. Ich war gerettet und wenig später an Bord des Walfischfangbootes gehoben.
Ich entdeckte, daß es ein schottischer. Walfischfänger "The Arlirngton" war. Sie hatte Dundee im September verlassen und hatte unmittelbar auf der Suche nach Walfisch zur Antarktis ausgesetzt. Der Kapitän, Angus MacPherson ,schien freundlich zu sein in Angelegenheiten der Disziplin aber verfügte er wie ich später bemerkte, über einen eisernen Willen. Als ich versuchte. Ihm zu schildern, daß ich von der "Innenseite" der Erde kam, warfen sich. Der Kapitän und sein Maat einen Blick zu, schüttelten ihre Köpfe und bestanden darauf, daß ich in eine Schlafkoje und unter strenger Beobachtung des Schiffsarztes gegeben würde.
Ich war vor Hunger sehr schwach und hatte viele Stunden nicht geschlafen. Nach einigen Ruhetagen aber stand ich eines Morgens auf zog mich ohne die Genehmigung des Arztes oder irgendeines Anderen einzuholen, an und erklärte ihm, daß ich so gesund wäre wie jeder andere auch. Der Kapitän ließ mich holen und befragte mich woher ich gekommen und wie es zugegangen wäre, daß ich mich allein auf einem Eisberg so weit entfernt in dem antarktischen Ozean befand.
Ich antwortete, daß ich gerade von der Innenseite der Erde gekommen wäre, und fuhr fort ihm zu erzählen, wie mein Vater und ich hinein gelangt wären, über Spitzbergen und über den Südpol wieder herausgekommen wären, woraufhin ich in Eisen gelegt wurde. Ich hörte den Kapitän später zu seinem Maat sagen, daß ich so verrückt wäre wie Märzhase und eingesperrt bleiben müßte, bis ich vernünftig genug wäre einen wahrheitsgetreuen Bericht über mich selbst abzugeben.
Endlich wurde ich nach vielen Bitten und auf viele Versprechen. Hin von dem Eisen befreit. ich beschloß, auf der Stelle die eine oder andere Geschichte zu erfinden, die den Kapitän zufriedenstellen würde und das ich nie wieder auf meine Reise in das Land des "in Feuer gehüllten Gottes" zurückkommen würde, zumindest so lange nicht, bis ich unter Freunden sicher wäre.
Im Laufe von 14 Tagen wurde mir gestattet, mich frei zu bewegen meinen Platz einzunehmen als einer der Seemänner. Etwas später bat mich der Kapitän um eine Erklärung. Ich sagte ihm das meine Erfahrungen so furchtbar gewesen wären daß ich meinem Gedächtnis nicht mehr trauen könnte und bat ihn, mir zu gestatten, die Frage bis zu einem anderen Zeitpunkt unbeantwortet zu lassen. "Ich habe das Gefühl daß du dich gut erholst", sagte er "aber du bist noch bisweilen nicht normal". Gestatten sie mir, Arbeiten zu verrichten die sie mir anweisen" antwortete ich "und wenn sie das nicht genügend entschädigt werde ich alles - bis auf den letzten Cent- begleichen sobald ich Stockholm bin. Wir ließen die Sache dahingestellt sein.
Als ich endlich Stockholm erreichte, erfuhr ich wie bereits geschildert, daß meine gute Mutter vor mehr als Jahr entschlafen war. Ich habe auch geschildert, wie mich später der Betrug eines Verwandten in ein Irrenhaus brachte in dem ich 28 Jahre, scheinbar endlose Jahre, verblieb und wie ich später, nach meiner Entlassung, zum Leben eines Fischers zurückkehrte, einem Leben, dem ich 27Jahre lang emsig folgte, und wie ich dann nach Amerika kam und endlich nach Los Angeles in Kalifonien. Aber dieses alles kann den Leser wenig interessieren.
Es ist mir, als ob der höchste Punkt meiner wunderbaren Reise und seltsamen Abenteuer erreicht gewesen war, als mich ein schottisches Segelschiff von einem Eisberg im antarktischen Ozean auflas.



T e i l 6

Schlussfolgerung.

Am Ende der Geschichte meiner Abenteuer möchte ich zum Ausdruck bringen, daß ich fest davon überzeugt bin, daß die Wissenschaft in Bezug auf die Kosmologie der Erde noch in den Kinderschuhen steckt. Es gibt für den heutigen Stand der Wissenschaft noch so viel das unerklärt auch bleiben wird, bis das Land des "in Feuer gehüllten Gottes" bekannt und von unseren Geographen bekannt und anerkannt werden wird.
Es ist das Land, aus dem die großen Zedernstämme kamen die von Forschern in offenen Wassern weit hinter der Nordkante der Erdkruste gefunden wurden, sowie auch die Körper von Mammuten deren Gebeine in großen Feldern an der sibirischen Küste entlang gefunden werden.
Forscher des Nordens haben viel getan: Sir John Franklin, De Haven Grinnell, Sir John Murray, Kane, Malville, Hall, Nansen, Schwatka, Greeely, Peary, Ross, Gerlache, Bernacchi, Andree, Amsden, Amundson und andere haben sich bemüht, die gefrorene mysteriöse Zitadelle zu stürmen.
Ich glaube fest daran, daß Andree und seine zwei tapferen Begleiter Strindberg und Fraenckell, die an jenem Sonntagnachmittag, dem 11. Juli 1897 von der Nordwestküste Spitzbergen in ihrem Luftballon "Oreon" hinweg getrieben jetzt in der "inneren" Welt sind und ganz bestimmt von der freundlichen Riesenrasse, die den inneren atlantischen Kontinent bewohnt, genau so aufgenommen und bewirtet wurden wie mein Vater und ich.
Weil ich auf meine schlichte Weise Jahre diesen Problemen gewidmet habe, bin ich gut vertraut mit dem anerkannten Begriff der Schwerkraft wie auch mit der Ursache der Anziehung, der Magnetnadel. Ich bin bereit zu erklären, daß ich davon überzeugt bin, daß die magnetische Nadel ausschließlich von elektrischen Strömen bewegt wird, die die Erde wie ein Gewand völlig umhüllen. und daß diese elektrischen Strömungen in einem endlosen Kreislauf aus der zylindrischen Öffnung:, des südlichen. Endes der Erde hervorkommen, sich zerstreuen und über die ganze "Außen Oberfläche" sich verteilen, in wilder Geschwindigkeit auf ihrem Zug dem Nordpol zueilend.
Und obwohl diese Strömung scheinbar an der Kurve oder Kante der Erde in den Weltraum hinausgeschleudert werden, die doch wieder zur Innenoberfläche zurückkehren und dort ihren Weg in südlicher Richtung auf der Innenseite der Erdkruste entlang fortsetzen auf die Öffnung des sogenannten Südpol zu.
Mr. Lemstrom folgerte, daß eine elektrische Entladung, je nur mittels Spektroskop gesehen werden könnte auf der Erdoberfläche, auf der sich befand und darum herum auftritt, und das es von weitem wie ein schwacher Schein von Morgenröte aussehen müßte, das Phänomen des fahlen und flammenden Lichtes das man manchmal auf den Gipfeln der Berge von Spitzbergen erblickt.
-Das Arktische Manual, Seite 739-
Und was die Schwerkraft betrifft, weiß niemand was es ist, denn es konnte noch nicht ermittelt werden ob es ein atmosphärischer Druck ist, der den Apfel zu Boden fallen läßt oder ob 15o Meilen. (ca. 2oo km) unter der Erdoberfläche, schätzungsweise auf halber Strecke, durch die Erdkruste hindurch sich nicht irgend so etwas wie ein riesiger Magnet befindet, der ihn anzieht. Es ist also den studierenden der Physik nicht bekannt, ob der Apfel, wenn er den Stamm des Baumes verläßt, zum nächsten Widerstand gezogen oder gedrückt wird.
Sir James Ross gibt an, das er den magnetischen Pol ungefähr bei dem 74. Breitengrad gefunden hat. Das ist verkehrt, der magnetische Pol liegt genau in der Hälfte des Erdschichtdurchmessers. Wenn die Erdkruste also 3oo Meilen dick ist, das ist die Entfernung, die ich schätze, dann liegt der magnetische Pol unzweifelhaft bei 15o Meilen Tiefe unter der Erdoberfläche. Es ist ganz gleich wo der Test abgenommen wird.
In diesem speziellen Punkt, 150 Meilen unter der Oberfläche, hört die Schwerkraft auf. Sie wird neutralisiert und wenn wir diese Zone nach der "Innenseite", der Erde hin überschreiten, dann nimmt eine entgegengesetzte geometrische Anziehung an Kraft zu bis die anderen 15o Meilen Durchmesser die uns dann auf die "Innenseite" die Erde führen. Wenn also ein Loch gebohrt werden würde durch die Erdkruste hin durch in London, Paris, New York, Chicago oder Los Angeles 300 Meilen tief, dann würde dies die beiden Oberflächen miteinander verbinden.
Wenn man das Beharrungsvermögen und den Antrieb eines Gewichtes von der äußeren Oberfläche weit über das magnetische Zentrum hinaus tragen würde, so würde es doch, bevor es die Innenoberfläche der Erde berühren würde, an Geschwindigkeit langsam abnehmen, nachdem es die halbe Weglinie überschritten hat, am Ende anhalten und sofort zurückfallen zur äußeren Oberfläche und auf Weise weiter schwingen wie ein Pendel, der mit abnehmbarer Kraft schwingt bis er schließlich im magnetischen Zentrum zur Ruhe kommt, jenem besonderen Punkt, der genau auf der Hälfte der äußeren und inneren Oberfläche der Erde liegt.
Die Kreisbewegung, die, die Erde täglich bei einer Geschwindigkeit von mehr als 1000 Meilen in der Stunde ihre spiralförmige Umdrehung beschreiben läßt b.z.w. 17 Meilen in der Sekunde, macht sie zu einem riesigen Strom - Generator einer Riesenmaschine, einem mächtigen Prototyp des von Menschen nachgemachten Dynamos der, im besten Falle eine schwache Imitation des Originals der Natur ist.
Die Täler dieses inneren atlantischen Kontinents, die an die oberen Gewässer des fernsten Nordens heranreichen, sind zu ihrer Blütezeit mit prächtigsten und üppigsten Blumen bedeckt, nicht hunderte und tausende, sondern millionen Morgen Land bedeckend, von wo aus die Pollen und Blüten in fast alle Himmelsrichtungen getragen werden durch die spiralförmigen Kreisbewegungen der Erde und die Bewegung der Winde die daraus entstehen, und es sind diese Blüten und Pollen der riesigen Blumenwiesen "drinnen", die den bunten Schnee der arktischen Region verursachen, den die Naturforscher so geheimnisvoll finden.
Kane sagt in Band 1, Seite 44: "Wir passierten die Crimson-Klippen von Sir John Ross am Vormittag des 5. August. Die Felder roten Schnees, aus denen sie ihren Namen ableiten, konnten einwandfrei aus einer Entfernung von 10 Meilen von der Küste aus gesehen werden".
La Chambre sagt in einer Beschreibung von Andrees Luftballonexpedition auf Seite 144: "Auf der Insel Amsterdam ist der Schnee ein großes Stück breit rot gefärbt und die Wissenschaftler sammelten ihn, um es mikroskopisch zu untersuchen. Er bietet in der Tat einige Besonderheiten man nimmt an, daß er winzige Pflanzen enthält. Scoreby, der berühmte Walfischfänger hatte dies bereits bemerkt .
Es steht außer Zweifel, daß dieses neue Land "drinnen" die Wiege der menschlichen Rasse ist, und vom Standpunkt der bei uns gemachten Entdeckungen aus gesehen muß dies notwendigerweise, einen ganz wichtigen Einfluß auf all die physischen, paleontologischen, archäologischen , philologischen und mythologischen Theorien der Vergangenheit haben.
Der gleiche Gedanke - nämlich zurück zukehren zum Land der Mysterien, zum Urbeginn, zur Wiege der Menschen - findet sich auch, in er ägyptischen Überlieferung über die frühen irdischen Regionen der Götter, Helden und Menschen in den historischen Fragmenten des Manetho, die eine volle Bestätigung in den erst vor kurzem gefundenen geschichtlichen. Aufzeichnungen jüngerer Funde bei den Ausgrabungen von Pompeji finden, wie auch in den Überlieferungen der nordamerikanischen Indianer.
Es ist jetzt 1 Stunde nach Mitternacht das neue Jahr 1908 hat begonnen und dies ist der dritte Tag, und endlich habe ich die Aufzeichnungen meiner seltsamen Reisen und Abenteuer abgeschlossen die ich der Welt übergeben möchte, und bin nun bereit und verlange nach der friedvollen Ruhe, die, wie ich sicher bin, nach des Lebens Prüfungen und Wechselfälleen kommen wird. Ich bin alt an Jahren und reif an beiden: an Abenteuern und Leiden, reich aber durch die wenigen Freunde, die ich an mich zu fesseln gewusst habe in meinem Ringen ein gerechtes und rechtschaffendes Leben zu führen.
Die Vorahnung das ich den nächsten Sonnenaufgang nicht mehr erblicken werde, ist stark in mir. Somit beschliesse ich meine Botschaft.
O l a f J a n s e n.



T e i l 7

Nachwort

Es war schwer, Olaf Jansens Manuskript zu entziffern und herauszubringen. Ich habe mir deswegen erlaubt, nur einige wenige Ausdrücke zu rekonstruieren, und indem ich das tat, habe ich in keiner Hinsicht den geistigen Inhalt oder den Sinn geändert. Sonst wurde von dem Urtext weder etwas gestrichen noch ihm etwas hinzugefügt.
Es ist mir nicht möglich, meiner Meinung in Bezug auf Wert sowohl wie auf die Zuverlässigkeit der wunderbaren Berichte Olaf Jansens Ausdruck zu geben. Die hier wiedergegebene Beschreibung der fremden Länder und Leute, die er besuchte, die Örtlichkeiten der Städte, die Namen und Flußverläufe und andere Informationen die hier verwoben wurden, stimmen in jeder Beziehung mit den einfachen Skizzen überein, die mir von diesem alten Normannen zur Aufbewahrung übergeben wurden.
Ich beabsichtige, diese Zeichnungen zusammen mit dem Original Manuskript dem Smithsonian - Institut zu übergeben, damit es zum Nutzen derer bewahrt wird die sich für die Mysterien des "Höchsten Nordens" - dem Eiszirkel der Stille interessieren.
Es ist gewiß, daß viele Hinweise in der Vedische Literatur, in Josephus, der Odyssee,der Ilias,Terrien de Lacouperies, Karly: History of Chinese Civilization, Flammarions Astronomical Myths: Leornormants Beginnings of History, Hesiods: Theogony, Sir John de Maundevilles Schriften und Sayces: Records of the Past, um es ganz vorsichtig auszudrücken, eigenartig übereinstimmen mit dem scheinbar unglaublichen Text des gelben Manuskripts des alten Normannen Olaf Jansen, das der Welt hiermit zum ersten Mal übergeben wird.
E n d e


 

T e i l 8

Hier noch ein paar Anmerkungen:

Kurz vor dem Jahre 1901 wollte die französische Regierung die wirkliche Größe der Erde etwas genauer bestimmen, um ihre Kalkulationen in Bezug auf die Entfernung zwischen Erde und Sonne besser präzisieren zu können und entdeckte dabei eine Methode in dem man den Abstand zweier senkrecht zur Erdoberfläche aufgerichteter Linien am oberen und unteren Ende maß.
Man benötigte ein paar Linien, die lang genug waren, um eine schätzbare, wahrnehmbare Messung durchführen zu können. Offensichtlich konnten sie nicht parallele Stangen aufrichten, die eine Meile hoch waren. Man war aber der Meinung, daß man gut 2 Senkbleigewichte aufhängen und 1 Meile tief in einen Minenschacht hängen könnte und man somit imstande sein würde, den Abstand am oberen und unteren Ende zu messen, wo er etwas geringer sein müßte. Sie wollten genau wissen, um wieviel geringer der Abstand der beiden Linien voneinander sein würde.
Die Testergebnisse waren befremdend, so befremdend daß die französischen geodätischen Wissenschaftler sich mit der Gruppe der amerikanischen geodätischen Überwachungsstelle in Verbindung setzten, und Ihnen ihre Daten mitteilten mit der Bitte, daß man gleiche Messungen auch ihrem Lande durchführen möge.
Einige Jahre lang wurde offiziell nichts unternommen. Im Jahre 1911 aber trug es sich zu, daß einer der geodätischen Forscher in der Umgebung der Tamareck - Mine nahe Calumet, Michigan, arbeitete. Er setzte sich mit dem obersten Ingenieur in Tamarack in Verbindung und berichtet ihm über das Informationsmaterial der französischen Regierung.
Es wurden zwei Minenschächte ausgesucht und Senkbleileitungen, die genau 4,25o Fuß lang waren, wurden in jeder Mine aufgehängt. An das Ende dieser Leitungen wurde eine 60 Pfund schwere Scheibe gehängt. Um Bewegung durch eine horizontale Richtung zu vermeiden, wurde jede Scheibe in einen Öltank auf dem Boden der Schächte versenkt. Auf diese Weise, so überlegte man, konnten magnetische Einflüsse sie nicht beeinträchtigen.
Die Drähte, an denen die Gewichte aufgehängt wurden war die 24. Klaviersaite. Man ließ die beiden Drähte 24 Stunden hängen so daß jede Möglichkeit, daß vom aufhängen her noch Bewegung in den Drähten sein könnte, ausgeschlossen wurde. Man begann mit den Messungen.
Damals entdeckte man, das die französischen Ingenieure keinen Fehler gemacht hatten. Sorgfältiges überprüfen bewies, daß die Drähte,entgegen allen Erwartungen, unten weiter voneinander entfernt waren als oben.
Aus einen solch eigenartigen Ergebnis läßt sich nur eine Schlußfolgerung ziehen, nämlich, der Gravitationsmittelpunkt der Erde nicht wie man dies bisher glaubte, mit dem Mittelpunkt der Erde zusammen fällt.
Sehr verwirrt und nicht ein bißchen beunruhigt sandte der Tamarck Ingenieur nach Professor McNair von der Michigan - Minen - Fachschule. Das Experiment wurde unter McNair wiederholt, damit der die Ergebnisse überprüfen konnte, die Maße wurden noch einmal überprüft und beide Männer waren überzeugt davon, daß keine Fehler gemacht worden waren. Professor McNair schlug vor, die Senkbleischeiben aus nicht magnetischem Metall auszuwechseln, um jede mögliche magnetische Anziehung oder Abstossung die von einem nahegelegenen magnetischen Erzstück ausgehen könnten, auszuschließen.
Nachdem dies geschehen war, kam man aber zu dem gleichen Ergebnis.
Wenn magnetische Einflüsse am Werk gewesen wären, würden sie mit verschiedenen Metallen variiert haben aber dies war nicht der Fall. Nun meinte McNair, daß es ein guter Gedanke wäre, Luftbewegungen die sich in den Schächten hinauf und hinunter bewegten auszuschließen, um eine Beeinflussung der Senkdrähte durch die Luftbewegungen aus zuschließen. Man verschloß beide Minenschächte oben und wiederum blieben die Zahlen dieselben.
Professor McNair gab an, wenn man ihn um der Publikation willen befragte, daß er bewiesen habe, daß eine magnetische Anziehung der Erde oder von den Seiten der Schächte aus diese seltsame Abweichung nicht verursacht habe. Er begab sich zur Michigan - Minen - Fachschule zurück und legte die ganze Angelegenheit ad acta.
Man machte eine zweite Testserie in Calumet. Diesmal nahm man zwei Aufzugsschächte anstelle von nur einem, diese numerierte man mit der Nr. 2 und Nr. 5 . Diese beiden Schächte waren 4.25o Fuß voneinander entfernt und waren zugleich auch 4.25o Fuß tief. Sie waren auf dem Boden mittels eines schnurgeraden Stollens miteinander verbunden.
Nun hängte man in jedem Schacht ein Senkblei auf und die Messungen wurden gemacht. Man stellte dieses Mal fest, daß die Senkdrähte am unteren Ende um 8.22 Zoll weiter voneinander entfernt waren als am oberen Ende.
Es dauerte nicht lange, bis ein Tamarack Ingenieur entdeckte, daß diese Zahl die genaue Abweichung wiedergab die nötig wäre um einen 360 runden Umfang zu kommen.
Dabei ergab sich nur ein Problem nach Angaben der Senkdrähte, daß sich dabei um der inneren Kreisumfang und nicht den Außenumfang einer Kugel handeln könnte. Außerdem mußte der Schwerpunkt-Mittelpunkt nach den Angaben der Winkel den die Senkdrähte bildeten schätzungsweise 4.000 Meilen draußen im Raum liegen.
Das konnte offensichtlich nicht stimmen, denn wenn die Chinesen gleiche Messungen in einem ähnlichen Paar Minenschächten ihres Landes auf der entgegengesetzten Seite der Erdkugel machen würden, so müßte der Gravitationsmittelpunkt 4.000 Meilen weiter in der anderen Richtung liegen!?
Die Erde ist - einige kleine Unebenheiten ausgenommen - ein Kreis.
Wir leben auf ihrer Außenseite. Der Mond umkreist die Erde und Erde die Sonne.
Irgendeine Kraft hält sie alle in ihrer Bahn und in ihrer Wechselwirkung zueinander. Es wird gesagt, daß die Mondbahn im Gleichgewicht bleibt, weil die Zentrifugalkraft ausbalanciert wird. Der Erdkreislauf um die Sonne wird instand gehalten durch dasselbe ausgewogene Gleichgewicht.
Wäre es denkbar, daß es so etwas wie eine Anziehungskraft der Masse garnicht gibt?
Oder könnte es sein, daß die Erde wirkliche eine andere Form hätte, und sogar hohl ist?
Hier noch eine Bordbuch-Eintragung des Admiral E. Byrd während eines Nordpolarfluges, die die Geschichte des Olaf Jansen bestätigt! Das Tagebuch des Admiral E. Byrd
...Und die Frage: sind die Bildaufnahmen aus Satelliten,den Shattle und der Weltraumstation zensiert? Warum gibt es keine Satellitenaufnahmen von den Polen?
 
  Ab 1.4.2008 :
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Ab 24.10.2009 :
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