Google World Wide Web
http://beyondmainstream.de.tl

   
  Beyond Mainstream
  Wetterlagen
 
Analyse: Ab nächstem Wochenende Frühling?

Die Ausgangssituation ist ein stabiles Skandinavienhoch und ein starken Tiefdruckgebiet südlich von Grönland. Diese Wetterlage führte dazu, dass es in Deutschland zu einer Wettergrenze zwischen dem Nordosten und dem Südwesten kam. Deutliche Temperaturunterschiede waren das Ergebnis.
Die interessante Frage ist, wann wird diese stabile Situation geknackt?
Wird sich das Skandinavienhoch in Europa durchsetzen und für weitere Minustemperaturen sorgen, oder das Tiefdruckgebiet von Grönland die Kraft haben, Väterchen Frost nach Osten zu verdrägen? Oder gibt es einen dritten Mitspieler? So wie es aussieht, ist das der Fall. Es besteht die Möglichkeit, dass ein Azorenhoch den ersten Vorstoß unternimmt, in Europa den Frühling einzuleiten (Wenn denn diese Vorhersagen stimmen!).
Ich beginne mit der derzeitigen Situation und stelle den Jetstream mit der Wetterkarte gegenüber:


Freitag, am 18. Februar


Samstag. am 19. Februar

Sonntag, am 20. Februar

Montag, am 21. Februar

Dienstag, am 22. Februar (hier wird es spannend, denn alle drei Wettergebiete gehen in den Klintsch)

Mittwoch, am 23. Februar

Donnerstag, am 23. Februar

Freitag, am 24. Februar (hier versucht das ursprüngliche Grönlandtief nochmal, Einfluss zu nehmen) Für den folgen Samstag liegt noch kein Bild des Jetstreams vor.

Samstag, am 25. Februar (Das Grönlandtief verteibt das Skandinavienhoch nach Osten, während das Azorenhoch an Kraft gewinnt.)
Und, bleibt das dann so bis Anfang März?

Am 28. Februar

Und am 2. März.
Sieht doch gut aus, oder? Nur kann bis dahin noch viel passieren. Trotzdem wäre es schön, wenn wir die ersten Temperaturen Richtung 15° erwarten dürfen und der letzte Schnee hier in SH endlich wegtaut.
Jetstreambilder:
www.stormsurfing.com/cgi/display_alt.cgi
Wetterbilder:
www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html

Der Winter wird so kalt wie nie zuvor!


von Maritza
Der Hauptgrund dafür wird in diesem Zeitungsartikel schon erwähnt: "Der Zustrom warmer Luft vom Atlantik bricht im Dezember ein!".
www.netmoms.de/fragen/detail/so-eiskalt-wird-der-winter-14774948
Dieser Zustrom ist mit dem Golfstrom im wahrsten Sinne des Wortes tief... verbunden, sogar bis zum Meeresboden... Und hier liegt die Hauptursache für das Einbrechen der Ströme. Das angebliche wie von Zauberhand verschwundene Öl aus der Ölplattform Deepwater Horizon liegt/lag wegen seiner Dichte tief auf dem Meeresboden im Golf von Mexiko. Es wird dennoch in die Meeresenge zwischen Kuba und Florida hingetrieben, weil der mächtige Mississippi Fluss und viele weitere Flüsse im Golf von Mexiko münden und weil der Golfstrom von Süden (Zentralamerika) kommt und auch in die Meeresenge fließt. Jeder Grundschüler der 2. Klasse kann sich schon vorstellen, was mit fließendem Wasser in einem engen Rohr, entspricht der Meeresenge zwischen Kuba und Florida, passieren kann, wenn ein Zusatz, das Öl, beigemischt wird: Die Geschwindigkeit der Fliessbewegung reduziert sich, bis "das Wasserrohr" sogar verstopft ist. Öl "klebt" wegen seiner Dichte, wo es auf Hindernisse trifft. Damit wird der Golfstrom sich eine andere Bahn suchen müssen, und das wird unterhalb von Kuba sein. Ohne Golfstrom im Nordatlantik, kein warmer Wasserstrom und kein Luft-Zustrom für Westeuropa. Dazu noch kein warmer Luft-Zustrom für den Nordosten von Kanada, nah am Polarkreis. Der Effekt wird sich potenzieren, weil die Polarkälte auf fruchtbarem - oder lieber- auf eiskaltem Boden- dann trifft. Das heißt Kälte wird mehr Kälte verursachen. Für Westeuropa bedeutet es: Kein Golfstrom, kein Luft-Zustrom, und wenn es sehr kalt wird, dann irgendwann kein Strom. Die Sache ist energetisch. BP wollte uns viel Energie liefern, und nun wird eine Menge Energie nötig sein, um die eisige Kälte dieses kommenden Winters zu bekämpfen. Man darf nicht vergessen, dass die klimatischen Vorgänge und hier insbesondere Solche im Golf von Mexiko chaotisch im Sinne der Chaostheorie wirken. Das heißt, dass kleine Abweichungen in der Zusammensetzung des Meereswassers oder kleine Veränderungen der physikalischen Gegebenheiten in der Golfregion große Wirkungen im globalen Klimageschehen verursachen können. Das hier nach dem bekannten Schmetterlingseffekt.


----------------------------------


ARD-Meteorologe Köckritz im Interview

"Ein Winter, der seinem Namen Ehre macht!"

Seit sechs Wochen herrschen in Deutschland Schnee und eisige Temperaturen. Mal steigen die Werte leicht über Null, dann sinken sie wieder unter den Gefrierpunkt. "Das wird auch noch eine Weile so hin und her gehen", sagt ARD-Wetterexperte Köckritz im Interview mit tagesschau.de.

tagesschau.de: Seit sechs Wochen hat der Winter Deutschland fest im Griff. Wie lange wird das Winterwetter noch anhalten?

Michael Köckritz: Derzeit haben wir ja bereits eine leichte Milderung, und in den westlichen und südlichen Landesteilen kann die sich auch halten. Dort rechnen wir morgen mit sieben Grad. Richtung Nordosten und Osten werden wir dagegen in den nächsten Tagen in Bodennähe eine Ostströmung bekommen. Deshalb kommen die Temperaturen dort nicht so richtig hoch. Dort wird sich der Dauerfrost voraussichtlich halten.

Zur Person:

Meteorologe Michael Köckritz
Michael Köckritz ist Diplom-Meteorologe. Er studierte an der Universität Hannover und arbeitet als ARD-Wetterexperte für den Hessischen Rundfunk. Sein Spezialgebiet sind verschiedene Vorhersagemodelle.
 

tagesschau.de: Der Januar war ja etwa drei Grad zu kalt. Wie kommt das?

Köckritz: Das hat mit einer Wetterkonstellation zu tun, die im Grunde seit Ende Dezember besteht: Seitdem liegen über Nord- und Osteuropa immer wieder blockierende Hochdruckgebiete. Die halten erstens die Tiefdruckgebiete ab, zweitens bringen sie mit nördlichen oder östlichen Winden kalte Luftmassen zu uns. Das hat begonnen mit der Luftmassengrenze, die wir um Silvester hatten: Da hat es im Süden geregnet, nach Norden gab's den Übergang zu Eisregen und im Norden zu Schnee. Seitdem liegt mehr oder minder deutschlandweit Schnee.

tagesschau.de: Deshalb liegt also in Mecklenburg-Vorpommern mehr Schnee als in Bayern.

Köckritz: Genau. Diese Luftmassengrenze hat sich gehalten bis heute. Dadurch konnten im Süden und Südwesten auch mal mildere Luftmassen vorankommen. So lagen heute morgen zum Beispiel auf dem Feldberg im Schwarzwald nur 52 Zentimeter Schnee. Im Norden und Osten erwarten wir, dass die Winde in Bodennähe wieder auf Osten drehen. Und wenn dort keine wärmeren Luftmassen dazukommen, ist klar, dass der Schnee liegen bleibt.

"Die geschlossene Schneedecke ist ungewöhnlich"

tagesschau.de: Wie bewerten Sie denn diesen Winter, ist der endlich mal normal, und sind wir nur nichts mehr gewohnt, oder ist er schon ungewöhnlich  hart?

Köckritz: Was die Schneedecke betrifft, ist er schon ungewöhnlich. Ich glaube wir hatten zuletzt in den Achtzigern eine geschlossene Schneedecke in Deutschland. Aber davon abgesehen ist das mal ein Winter, der seinem Namen alle Ehre macht.

tagesschau.de: Bedeutet das auch, dass der Klimawandel nicht so schnell fortschreitet wie befürchtet?

Köckritz: Man sollte von einem strengen Winter nicht darauf schließen, dass der Klimawandel aussetzt. Klima läuft einfach über mehrere Jahrzehnte und Jahrhunderte. Wir beobachten das Wetter vergleichsweise kurzfristig. Man muss abwarten, was die folgenden Winter bringen.

Das Interview führte Julia Rauner für tagesschau.de

www.tagesschau.de/inland/interview112.html

Die Schafskälte um den 11. Juni

Ein Witterungsregelfall, der statistisch eine unglaublich hohe Eintreffwahrscheinlichkeit von 89 Prozent hat, ist die sogenannte Schafskälte um den 11. Juni . Damit sind empfindlich kühle, wechselhafte und oft auch regenreiche Tage gemeint, die sich nach einer ersten sommerlich warmen Witterungsperiode Ende Mai meist noch vor Mitte Juni einstellen. Die Schafskälte ist in weiterem Sinne ein wenig mit dem indischen Sommermonsun vergleichbar und ist deswegen nach einem Singularitätenkalender für Deutschland in der Tat auch unter dem Begriff "Monsunwelle" bekannt.

brrrrrrrrr

Eine typische Schafskälte braucht eine kühle und feuchte Nordwestströmung. Bei einer "richtig echten Schafskälte" , wie sie zum Beispiel im Jahre 1998 aufgetreten ist, fallen die durchschnittlichen Temperaturen auf etwa 5 - 10 Grad ab.

Die Schafskälte kommt so regelmäßig, dass sie sich in langjährigen klimatologischen Durchschnittsdaten nachweisen lässt, wenn man für Juni statt ein Monats- ein kürzeres Pentadenmittel (penta=fünf) der Temperatur bildet. Der Temperaturabfall um den 11. Juni ist auf den Kuppen der Mittelgebirge , die ja naturgemäß einige 100 bis 1000 m vom erwärmten Tiefland weg in die kühle freie Atmosphäre hineinragen, wesentlich schärfer ausgeprägt als im Tiefland. Der Name "Schafskälte" soll an die frisch geschorenen Schafe erinnern, denen die kühlen Temperaturen um den 11. Juni durchaus gefährlich werden können.
www.bauernregeln.net/schafskaelte.html

Schafskälte

8.06.08 

Die Wettermodelle zeigen derzeit ab Mitte der nächsten Woche einen massiven Kaltlufteinbruch an. Ein mächtiges Tief zieht vom Nordatlantik kommend nach Skandinavien und erstreckt sich dann mit mehreren Teiltiefs von der Ostsee bis zum Alpenraum und dem Balkan. Dabei dreht die Strömung auf der Rückseite dieser Tiefs auf nördliche Richtungen, so dass arktische Luftmassen weit nach Süden vordringen können.

Solche Kaltlufteinbrüche sind zu Beginn der 2. Junidekade nichts Außergewöhnliches. Der Kontinent erwärmt sich schneller als der Nordatlantik und die Nordsee, was die Wahrscheinlichkeit für eine nördliche bis nordwestliche Strömung erhöht. Zudem verlagert sich die nordhemisphärische Zirkulation aufgrund der Erwärmung der Arktis nach Norden. Dadurch erfolgt eine Ausdehnung des Subtropenhochs nach Westeuropa, wodurch die Tiefs auf eine nördliche Zugbahn über Skandinavien nach Mitteleuropa gezwungen werden. Auf der Rückseite dieser Tiefs strömt dann arktische Luft auf breitem Strome nach Süden. Klimatologisch lässt sich belegen, dass solche Kaltlufteinbrüche recht häufig um die Junimitte auftreten. Kaltluftvorstöße treten meist in unregelmäßigen Abständen während der Sommermonate auf. Dieses Jahr tritt er aber genau zur jener Zeit ein, bei der die Schafe das erste Mal geschoren werden...



Abbildung  zeigt, dass die Temperaturen nächste Woche in Deutschland in den Keller rauschen. Dabei werden nach Wochenmitte kaum noch 20°C erreicht. Vor allem die Nächte werden frisch und liegen meist im einstelligen Bereich. In windgeschützten Lagen droht sogar bei längerem Aufklaren Bodenfrost. Doch das ist wieder eine andere Geschichte...

Von: Friedrich Föst
Quelle

Was ist nur mit dem Wetter los ?

Dauerhafte Schönwetterlagen und und extrem schlechte Wetterlagen haben ihre Abhängigkeit in der Höhenströmung. Diese wird auch "Jetstream" genannt. Der Jetstream ist ein schneller Wind im Bereich der oberen Troposphäre bis zur Stratosphäre. Wie sieht die derzeitige (6. Mai 2008) Isobaren-Wetterkarte aus ?

Diesen nennt man dann Omega - Wetterlage
Hier das Schema:



Im Gegensatz zur Omega-Wetterlage gibt es die sogenannte 5B Wetterlage, wobei der Stream genau anders herum verläuft :



Im August 2007 hatten wir diese 5B Wetterlage, wo über Mitteleuropa ein Tief lag und links und rechts davon jeweils ein Hoch.



Die folgende Darstellung des Jetsteams im August 2002 zeigt die große Welle über dem Atlantik. Sie lenkt die Spitze über Spanien, dann nach Süden und wandert über das ehemalige Jugoslavien wieder Richtung Norden.



Das Bild des Jetstream Jahrhunderthochwasser 2005 sah so aus :



Das Bild August 2007 sah so aus :




Hier das Bild des Jetstreams vom 6. Mai 2008:

Deutlich sein Double auf der anderen Seite im Nordpazifik und die Wirbelstürme in Amerika und der Zyklon in Burma, 90° hierzu.

Welche Auswirkungen hatten solche Wetterlagen in der Vergangenheit ??

Auswirkungen
Oderflut
1997 5B – Wetterlage
Pfingsthochwasser 1999 5B - Wetterlage
Überschwemmung
2002 5B - Wetterlage
Jahrhundertsommer
2003 Ω  - Wetterlage
Jahrhunderthochwasser 2005 5B - Wetterlage
August 2007 5B - Wetterlage
Mai 2008 Ω  - Wetterlage


Um den Jetstream selbst mal nachzuempfinden, empfehle ich folgende Website. Dort könnt ihr selber die Animation einstellen :
virga.sfsu.edu/scripts/nhemjetstream_model.html

In wieweit ELF - Wellen order Haarp diesen Jetstreams beeinflussen können, mag der Leser entscheiden.
 
  Ab 1.4.2008 :
Counter

Ab 24.10.2009 :
http://www.andyhoppe.com/count/?id=1254235912